Avas Sicht Ich traf Hugo Max um drei Uhr morgens in meiner vierten Nacht auf dem Anwesen. Ich konnte nicht schlafen. Das wurde langsam zur Gewohnheit. Das Bett war zu weich. Die Stille war unerträglich. Mein Körper erwartete immer noch das Klappern der Heizkörper, das Heulen der Sirenen, das Summen des Pagers. Also wanderte ich umher. Die Flure entlang. Vorbei an den geschlossenen Türen. Durch die Küche, wo die Kupferkessel im Dunkeln glänzten. Nachts war das Haus anders. Schwerer. Die Porträts an den Wänden schienen mich zu beobachten, wenn ich vorbeiging. Meine nackten Füße waren auf den Teppichen lautlos. Ich lernte hier, mich leise zu bewegen. So wie alle anderen auch. Ich befand mich im östlichen Flur – Dylans Flügel, obwohl ich eigentlich nicht dorthin wollte – als ich ihn sah.

