KAPITEL 20 – DER MARMORBODEN

1053 Words

Avas Sicht Es geschah an einem Dienstag. Ich war mit Elena in der Küche und lernte, wie man Pasta selbst macht. Drei Tage lang hatte sie es mir beigebracht. Mehl an den Händen, Teig unter den Fingernägeln. Der Knetrhythmus war gleichmäßig. Ruhig. Ganz anders als im Krankenhaus. Dann wurde die Haustür aufgeschlagen. „Holt den Arzt!“, rief jemand. „Sofort!“ Ich ließ den Teig fallen. Ich rannte auf den Lärm zu, ohne auch nur nachzudenken. Das war Instinkt. Zehn Jahre in der Notaufnahme hatten mich darauf programmiert, mich dem Chaos zuzuwenden, nicht davor wegzulaufen. Im Foyer herrschte Chaos. Drei Männer in dunkler Kleidung, zwei von ihnen stützten einen dritten. Der Mann in der Mitte war kaum bei Bewusstsein. Blut hatte sein Hemd durchtränkt, rann seinen Arm hinunter und tropfte auf

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