Avas Sicht Er konnte nicht schlafen. Ich auch nicht. Die Stunden nach der Studie vergingen wie in einem seltsamen, schwebenden Nebel. Dylan war auf der Ledercouch eingeschlafen, den Kopf an meine Schulter gelehnt, sein Atem endlich ruhig und gleichmäßig. Ich war so lange wie möglich dort geblieben, wollte mich nicht bewegen, wollte ihn nicht wecken. Er brauchte die Ruhe. Heute Nacht würde er seine Männer ins Herz von Volkovs Gebiet führen. Heute Nacht würde er jede Kraft brauchen, die er besaß. Doch schließlich wurden meine Beine taub, mein Arm schlief ein und ich musste mein Gewicht verlagern. Er wachte sofort auf. So wie ein Soldat erwacht – wachsam, aufmerksam, bereit für eine Bedrohung, die noch nicht eingetreten war. „Wie spät ist es?“ Seine Stimme war rau vor Müdigkeit. „Fast si

