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Die Versuchung der Spitfire (Ein Buch der Temptation-Reihe)

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Die 22-jährige Skylar Carnell ist ein Hitzkopf, der nicht an klischeehafte Liebesgeschichten glaubt und ihre eigenen Träume verfolgt. Was passiert, als sie dem letzten Wunsch ihrer Eltern nachkommen und in die Familie St. James einheiraten muss? Skylar versucht mit aller Kraft, die verhängnisvolle Heirat mit dem ältesten Sohn, Sebastian St. James, zu vermeiden, und das Glück ist ihr hold, wenn auch nur vorübergehend.

Bald brennt Sebastian mit der Frau durch, die er liebt. Ihr bleibt keine andere Wahl, als den jüngsten Sohn kennenzulernen, den eingebildeten, aufreizenden Christian St. James. Er ist berüchtigt, geheimnisvoll und voller Überraschungen. Skylar wehrt sich auf Schritt und Tritt gegen ihn, aber er bietet ihr eine Vertragsehe an, die sie nicht ignorieren kann. Warum will er sie heiraten? Nur, um den letzten Wunsch seiner Eltern zu erfüllen?

Kann Christian den Hitzkopf verführen und sie zum Bleiben bewegen? Wird Skylar gehen, wenn die Vertragslaufzeit abläuft?

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Prolog – Die schlimmste Situation ihres Lebens
Skylar Carnell eilte die Treppe hinunter zum Zimmer ihres älteren Bruders Caleb. Ihr schönes Gesicht war vor Wut verzerrt, und jeder wusste, dass man sich besser nicht mit ihr anlegen sollte. Mit achtzehn war sie eine wunderbare Mischung aus Schönheit und Intelligenz, aber ihr aufbrausendes Temperament machte sie unnahbar. Ihre Großeltern, Philip und Miriam Carnell, versuchten daher ihr Bestes, um den Frieden in der Familie aufrechtzuerhalten. Obwohl Caleb, der zehn Jahre älter war, seine Rechte als großer Bruder ihr gegenüber zu ernst nahm, hörte Skylar auf niemanden im Besonderen. Sie war eine Rebellin und wollte es ihr ganzes Leben lang bleiben. Sie stürmte in sein Zimmer und sah, wie er seine letzten Habseligkeiten in einen Karton packte. „Was ist los mit dir, Caleb? Warum zwingst du mich, Lillians Bruder zu heiraten? Ich bin nicht an der Familie St. James interessiert!“ Ihre Augen blitzten vor Empörung, während sie darauf wartete, mit der Welt für ihre Rechte zu kämpfen. „Was ist mit Lillians Bruder los? Ich werde nach der Hochzeit nicht mehr hier sein, Skye. Ich gehe für immer nach Cleveland, Ohio. Oma und Opa geht es nicht gut, wer kümmert sich dann um dich? Mama und Papa wollten, dass wir in die Familie St. James einheiraten. Das war ihr letzter Wunsch. Du kannst doch nicht so egoistisch sein, ihnen ihren letzten Wunsch zu verwehren?“ „Warum passiert mir das immer? Keine meiner Freundinnen entscheidet sich für eine arrangierte Ehe. Sie heiraten alle den Mann, den sie lieben. Ich bin das unglücklichste Mädchen der Welt.“ Sie suhlte sich in Selbstmitleid, da ihre Abwehr langsam zerfiel. Sie konnte gegen die Welt ankämpfen, aber wenn es um ihre Eltern ging, hatte sie nichts zu sagen. „Ihre Situation ist anders als unsere, Skye. Ich heirate Lillian, weil das der letzte Wunsch unserer Eltern war. Mach dich darauf gefasst, Sebastian morgen bei der Hochzeit kennenzulernen.“ „Ich habe einen besseren Vorschlag. Da ich ihn sowieso heiraten muss, ist es besser, ihn gar nicht kennenzulernen. Ich werde nicht zu deiner Hochzeit gehen.“ Sie stampfte aus seinem Zimmer und ließ ihn über ihre Unreife seufzen. Die Familie St. James hatte ihren Eltern Brian und Sandra Carnell sehr nahe gestanden. Vor fast zwölf Jahren starben sie bei einem Autounfall auf der Rückreise von einem Roadtrip nach Atlanta. Auch Lillians Eltern, Nathaniel und Catherine St. James, waren an diesem schicksalshaften Tag bei ihnen. Seitdem meideten sich die beiden Familien und versuchten, mit ihrem Verlust fertig zu werden. Erst als Lillians Großvater Benjamin St. James Caleb anrief, um sie an den letzten Wunsch ihrer Eltern zu erinnern, begannen sie mit den Vorbereitungen für die Hochzeit. Es sollte eine einfache kirchliche Veranstaltung werden, gefolgt von einem Familienessen in einem der St. James-Familienhotels. Caleb würde New York nach der Hochzeit verlassen, um seine neue Stelle als Chefkardiologe am Cleveland Medical Center in Ohio anzutreten. Alles lief nach Plan, aber es sah so aus, als müsste er seine Reise verschieben, bis er seine Schwester überreden konnte, seinen Freund aus Kindertagen, Sebastian, zu heiraten. Es gab eine Zeit, in der er ins St. James-Haus ging, um mit Lillians jüngerem Bruder Sebastian zu spielen, aber das war vor zwölf Jahren. Skylar wollte keine Minute länger im Haus bleiben. Sie würde Sebastian St. James nicht kennenlernen! Sie packte ein paar wichtige Sachen zusammen und stürmte aus dem Haus, bevor jemand ihre Absichten erkennen konnte. Sie fuhr den ganzen Weg zur Wohnung ihrer engen Freundin Alyssa Van Every. Die Tür öffnete sich, sie ging hinein und ließ sich auf das Sofa fallen, wobei jeglicher Kampfgeist aus ihrem Körper wich. „Was ist mit dir passiert? Du siehst so tot aus!“, kicherte Eva Ann Raynor, eine weitere enge Freundin von ihr, die vorbeigekommen war, um ihren Abschlussball in der Schule zu planen. „Frag nicht. Caleb erfüllt den letzten Wunsch meiner Eltern und heiratet Lillian St. James. Jetzt will er, dass ich dasselbe tue und ihren Bruder Sebastian heirate. Warum tun Eltern dir das an, wenn sie dich so sehr lieben?“ „Ist Sebastian heiß?“, fragte Alyssa mit einem enthusiastischen Kichern, das sie zum Stöhnen brachte. „Oh, bitte, ich habe den Mann noch nie gesehen. Er ist Calebs Freund aus Kindertagen, also muss er ungefähr in seinem Alter sein, vielleicht ein Jahr jünger. Ich kann keinen Mann heiraten, der neun Jahre älter ist als ich!“ „Sprich mit deinen Großeltern. Oma Miriam wird dich bestimmt verstehen“, tröstete Eva. „Nein, sie will, dass ich Sebastian heirate. Niemand versteht mich.“ Skylar suhlte sich die restliche Zeit in Selbstmitleid, aber als ihre anderen Freunde zu ihnen kamen, um ihren Abschlussball zu planen, vergaß sie ihre missliche Lage. „Wer ist dein Date, Skye?“, fragte Sienna Hensley, eine andere Freundin von ihr, die genau wie Eva eine Ausbildung zur Krankenschwester machte. „Ich brauche keins.“ „Ihr Leben ist jetzt eine einzige Heulgeschichte, weißt du das nicht?“, sagte Hayley Barclay, diejenige, der Skylar am nächsten stand. Sie hatten sich am selben College für denselben Bachelorstudiengang in Hospitality Management eingeschrieben. „Warum? Was ist passiert?“, fragte Sienna ahnungslos. Während Hayley sie auf dem Laufenden hielt, summte Skylars Telefon, weil ihr großer Bruder anrief. Sie stöhnte, weil sie seinen Anruf nicht annehmen wollte, aber da sie ihn kannte, hatte sie keine andere Wahl. Sie wollte nicht, dass er hier landete. Widerwillig nahm sie seinen Anruf an. „Was willst du jetzt, Caleb? Töte mich endlich!“ „Hör auf, überzureagieren, Skye! Sei morgen unbedingt um 11 in der Kirche. Enttäusche mich nicht.“ Sie spottete über seinen Tonfall, blieb aber standhaft. „Ich habe nichts dagegen, an deiner Hochzeit teilzunehmen, Caleb, aber Sebastian werde ich nicht heiraten. Er ist so viel älter als ich. Ich will keinen Vormund statt eines Lebensgefährten.“ „Treffen Sie ihn und entscheiden Sie dann.“ „Es gibt nichts zu entscheiden. Ich werde Sebastian weder heiraten noch ihn treffen.“ „Wenn du ihn morgen bei der Hochzeit nicht triffst, schicke ich ihn als Begleitung zu deinem Abschlussball, Skye. Triff ihn und vereinbare mit ihm euren Hochzeitstermin. Bis dahin bleibe ich hier in NYC.“ Skylar stöhnte vor Angst, nachdem ihr Bruder das Gespräch beendet hatte. Sie wusste, dass es für sie jetzt keinen Ausweg mehr gab. Vielleicht war Caleb mit seiner Hochzeit morgen so beschäftigt, dass er seine Drohung vergessen würde. Sie hatte keine Lust, Sebastian morgen bei der Hochzeit zu treffen. In Gegenwart ihrer Großeltern würde sie nicht mit Sebastian reden und ihn davon abhalten können, sie zu heiraten. „Was wirst du jetzt tun, Skye?“, fragte eine besorgte Hayley. „Ich werde mich in Siennas Haus verstecken. Ich glaube nicht, dass Caleb sich morgen an irgendetwas erinnern wird.“ Sie aßen Pizza und amüsierten sich bis spät in die Nacht. Skylar ging mit Sienna und übernachtete bei ihr in ihrem Haus. „Was wirst du zum Abschlussball anziehen, Skye? Hast du ein Kleid mitgebracht? Meins passt dir nicht“, sagte Sienna. „Alyssa hat mir drei Kleider geschenkt. Mal sehen, welches mir am besten passt.“ Am nächsten Morgen wachte sie spät auf und schaltete ihr Telefon ein, um zu sehen, dass Caleb vier Anrufe verpasst hatte. Es war bereits 10 Uhr morgens und sie schaltete ihr Telefon schnell wieder aus. Nachdem sie den ganzen Tag herumgefaulenzt und sich gefragt hatten, was ihr Bruder vorhatte, begannen sie, sich für ihren Abschlussball fertig zu machen. Skylar trug ein rotes, figurbetontes Kleid, das ihr am besten passte, und fügte spontan einen Hauch roten Lipgloss hinzu. Sie ließ ihr langes blondes Haar offen und fuhr mit Sienna zur Aula ihrer Schule, wo die Party stattfinden sollte. Sie betraten den Veranstaltungsort und sahen sich nach ihren Freunden um. Die riesige Aula der Schule war in einen Ballsaal mit malvenfarbenen und weißen Tüllvorhängen verwandelt worden, der durch eine verspiegelte Discokugel in der Mitte noch zusätzlich hervorgehoben wurde. An der Decke waren weiße Lichterketten gespannt, deren Licht hinter den Vorhängen zerstreut war. Am Eingang wurden perlelfenbeinfarbene und lavendelfarbene Luftballons verwendet, um einen Torbogen zu bilden, der dem Ort ein ganz einzigartiges Aussehen verlieh. „Ich bin so aufgeregt. Wo ist dein Date?“, fragte Alyssa und eilte herbei, um sie zu begrüßen. „Meiner ist am Buffettisch beschäftigt und Skye hat keinen“, sagte Sienna und blickte zur Eingangstür. Sie schnappte nach Luft und stieß Skylar an. „Wer ist das?“ Skylars Kinnlade fiel herunter, als sie den schönsten Mann des ganzen Universums in einem dunkelblauen Business-Anzug hereinkommen sah, der alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Wer zum Teufel war er? Er blieb vor Skylar mit weit aufgerissenen Augen stehen, was ihr einen Schwindelanfall bescherte. „Hallo, Skylar! Es tut mir leid, dass ich zu spät bin. Ich war in einer Besprechung aufgehalten!“, sagte er mit seiner heiseren Stimme, die Skylar eine Gänsehaut über die Arme jagte. „Und du bist es?“, fragte sie, völlig verblüfft über den Fremden. Woher kannte der Mann ihren Namen? War das Calebs Freund Sebastian St. James? Hatte ihn ihr Bruder geschickt, um den Hochzeitstermin festzulegen? Aber wie konnte das sein? Sebastian war fast zehn Jahre älter als sie, während der Mann nur ein paar Jahre älter aussah. „Christian St. James“, sagte er mit einem charmanten, aber falschen Lächeln und streckte die Hand zum Händeschütteln aus. Skylars Kinnlade fiel herunter, als ihr klar wurde, wer der Typ war! Lillians jüngster Bruder, der berüchtigte Christian St. James, der mit sieben Jahren wegen seiner bösen Art auf ein Internat geschickt worden war. Er war tatsächlich eine schlimme Nachricht! Aber warum war er hier und nicht sein Bruder?

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