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Elegie eines gebrochenen Herzens

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Blurb

Sie kehrte mit einem anderen Namen, einem kälteren Herzen und einem einzigen Ziel zurück: Sie sollten bezahlen.

Vor Jahren hatten die Blackwell-Familie und ihr Kreis aus mächtigen Eliten Arias Familie zerstört, ihnen Reichtum, Ruf und alles genommen, was ihnen lieb und teuer war. Nun ist Aria in die Stadt zurückgekehrt, die sie gebrochen hat – elegant, undurchschaubar und versteckt hinter einer neuen Identität.

Ihr Ziel ist Blackwell Holdings. Ihre Waffe ist Nähe.

Als „Aria Hale“ infiltriert sie die Welt der Milliardäre, Vorstandsetagen und Blutlinien und erregt die Aufmerksamkeit von Adrian Blackwell selbst, dem gnadenlosen Vorsitzenden, der mit ihrem schmerzhaften Vermächtnis verbunden ist.

Adrian ist gefährlich, magnetisch und unmöglich zu vertrauen. Doch auch er fühlt sich auf unerklärliche Weise zu ihr hingezogen und sieht in ihr ein Rätsel, das er lösen muss.

Was er nicht weiß: Sie ist der Geist aus der schlimmsten Sünde seiner Familie.

Was sie nicht erwartet: Wie schwer es sein wird, den Mann zu hassen, in den sie sich verliebt.

Während Adrian immer tiefer gräbt, beginnt Arias Racheplan zu bröckeln. Jede Berührung, jedes geteilte Geheimnis, jeder Moment der Verletzlichkeit zieht sie näher an den Feind, den sie zu vernichten geschworen hat.

Doch die Blackwell-Familie ist nicht die einzige Bedrohung – verborgene Spieler aus der Vergangenheit beobachten sie, und sie werden sie nicht ungeschoren davonkommen lassen.

In einer Welt, in der Macht Korruption verbirgt und jedes Lächeln eine Lüge versteckt, muss Aria sich entscheiden: ihre Rache zu Ende bringen oder sich selbst an den einen Mann verlieren, den sie niemals lieben sollte.

Elegie eines gebrochenen Herzens ist eine dunkle, emotionale Geschichte über Rache, Besessenheit und Erlösung. Perfekt für Leser, die moralisch graue Milliardäre, langsames Enemies-to-Lovers, verborgene Identitäten und hochspannendes Corporate-Drama lieben.

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KAPITEL 1: DIE FRAU IM SPIEGEL
Ein leises Klopfen durchbrach die Stille. „Ma’am“, rief eine ruhige Stimme durch die Tür. „Der Wagen ist bereit. Aria Benett antwortete nicht sofort. Sie stand regungslos vor dem Spiegel und musterte die Frau, die ihr entgegenblickte. Elegant, unnahbar, gefährlich – nichts an ihr wirkte zerbrochen. Genau das war der Sinn. Zerbrochene Frauen wurden bemitleidet, und Aria war nicht zurückgekehrt, um bemitleidet zu werden. Ihre Finger glitten zu der verblassten Narbe unter ihrem Schlüsselbein. Puder und Diamanten hatten sie verdeckt, doch sie spürte sie jeden Tag. Eine Erinnerung an Feuer, an Schreie, an Blut, das sich über Marmorböden ausbreitet. Die Nacht, in der Elina Hart verschwunden ist. Die Frau im Spiegel war nicht mehr Elina. Elina war vor siebzehn Jahren in einem Gerichtssaal voller mächtiger Männer gestorben, die so taten, als wären sie ehrenhaft. Arias Mund verzog sich zu einem Lächeln, das ihre Augen nicht erreichte. Geübt, kalt, makellos. Dann wandte sie sich vom Spiegel ab und nahm den Samt Ordner vom Tisch. Darin befanden sich vier Fotografien, vier Leben, die durch Korruption miteinander verflochten waren: Victor Grayson, Camilla Westbourne, ein Politiker, dessen Lächeln sie auslöschen wollte, und Adrian Blackwell. Ihr Blick verweilte bei dem letzten Bild. Vorsitzender von Blackwell Holdings. Brillant, respektiert, unantastbar. Die Stadt vergötterte ihn. Er war auch mit der Nacht verbunden, in der ihre Familie zerstört worden war. Nicht direkt – nicht genug, um seine Hände zu beschmutzen –, aber genug. Eine Unterschrift. Eine stille Zustimmung. Eine Entscheidung, die alles ruiniert hatte. „Heute Nacht beginnt es“, flüsterte sie. Draußen rollten ferne Donnergrollen über die Stadt. Das Blackwell-Jubiläumsgala füllte das Sky Grand Hotel, das höchste Gebäude der Stadt. Luxus quoll aus jeder Ecke. Kristalllüster warfen Licht auf polierten Marmor, während Violinen unter dem Murmeln der Stimmen spielten. Politiker, Prominente, Investoren und Society-Größen bewegten sich durch den Ballsaal mit einstudiertem Lächeln und einem teuren Parfüm. Die reichsten Menschen des Landes waren heute Abend hier – Raubtiere im Diamantschmuck. Aria stieg aus dem schwarzen Wagen, und Kameras flammten auf. Blitze erhellen die Nacht, während sich Köpfe drehen. Flüstern folgte ihr die Stufen hinauf: Wer war sie? Warum war sie allein gekommen? Sie ignorierte es. Ihre Absätze klickten auf den Marmor Eingang, als sie mit gemessener Anmut hineinschritt. Jede Bewegung war kalkuliert, jeder Gesichtsausdruck einstudiert. Selbstbewusstsein war ihre Rüstung, und heute Nacht brauchte sie jede Schicht davon. Der Ballsaal wurde einen Moment lang etwas stiller, als sie eintrat. Nicht genug, dass die meisten es bemerkten, aber genug für sie. Gut. Sollten sie schauen. Sollten Sie sich fragen. Dann sah sie ihn. Adrian Blackwell stand nahe der Mitte des Raumes und sprach mit Vorstandsmitgliedern, eine Hand in der Tasche. Schwarz stand ihm gut. Genau wie Macht. Er wirkte ruhig, doch Aria bemerkte, was anderen entging: Erschöpfung unter seinen Augen, Anspannung in den Schultern, die Art, wie er den Raum scannte, wie ein Mann, der Verrat erwartete. Interessant. Für einen Sekundenbruchteil durchzuckte sie die Erinnerung: Regen gegen ein Gerichtsfenster, ein jüngerer Adrian neben seinem Vater, kalte Augen, Schweigen, während ihre Familie auseinanderbrach. Sie schluckte es herunter, bevor sie sich auf ihrem Gesicht zeigen konnte. Als Adrian schließlich erblickte, trafen sich ihre Blicke quer durch den Raum, und etwas veränderte sich. Es dauerte weniger als eine Sekunde, doch sie sah es klar Neugier. Die Stimmen um ihn herum verblassten, als seine Aufmerksamkeit sich auf sie richtete. Aria bewegte sich zuerst, glitt mühelos durch die Menge, bis sie vor ihm stand. Aus der Nähe wirkte er noch gefährlicher, nicht wegen seines Reichtums, sondern wegen der Art, wie sorgfältig er ihn kontrollierte. „Mr. Blackwell“, sagte sie und streckte die Hand aus. Sein Blick senkte sich darauf, dann hob er ihn zu ihrem Gesicht. „Haben wir uns schon einmal getroffen?“ Direkt auf den Punkt. Aria hätte fast gelächelt. „Nein“, erwiderte sie. „Ich denke, daran würde ich mich erinnern. Seine Hand schloss sich um ihr warm, fest und etwas Unerwartetes regte sich in ihrem Magen, bevor sie es unterdrückte. Er ließ nicht sofort los. „Sie kommen mir bekannt vor.“ „Das ist normalerweise ein gefährlicher Satz.“ Ein Mundwinkel hob sich bei ihm. „Denken Sie, ich bin gefährlich?“ „Ich denke, mächtige Männer sind es meistens.“ Etwas Unlesbares flackerte in seinen Augen – Belustigung oder Warnung. „Warum sind Sie heute Abend hier?“ Aria nahm ein Champagnerglas von einem vorbeigehenden Tablett. „Zum Beobachten.“ „Und was haben Sie bisher beobachtet? „Dass reiche Menschen sehr gut im So-Tun sind.“ Stille breitete sich zwischen ihnen aus, scharf und elektrisch. Zum ersten Mal an diesem Abend wirkte Adrian wirklich interessiert. Bevor er antworten konnte, gesellte sich eine andere Frau zu ihnen. Camilla Westbourne. Schön, elegant, giftig. Aria erkannte sie von alten Zeitungsartikeln. „Adrian“, sagte Camilla leichthin, „stellst du uns nicht vor?“ „Camilla, das ist Aria Benett." Camillas Blick schärfte sich, fast unmerklich. „Bennett“, wiederholte sie. „Interessant. "Ich glaube nicht, dass wir Sie schon einmal in unserem Kreis gesehen haben.“ Aria begegnete ihrem Lächeln mit ihrem eigenen. „Ich bevorzuge private Räume. „Wie mysteriös.“ „Das höre ich oft.“ Camillas Lachen trug keine Wärme. Adrians Aufmerksamkeit verließ Aria nie ganz, und Camilla bemerkte es. Frauen wie sie bemerkten alles – besonders Bedrohungen. Eine Stunde später trat Aria auf den Balkon, der über die Stadt blickte. Kalte Luft strich über ihre Haut und trug das ferne Summen des Verkehrs heran. Zum ersten Mal in dieser Nacht atmete sie aus. Die Stadt glitzerte unten wie verschüttetes Gold. Schön aus der Ferne. Darunter verrottet. „Sie sind verschwunden“, erklang Adrians Stimme hinter ihr. Sie drehte sich nicht sofort um. „Ich wusste nicht, dass jemand nach mir sucht.“ „Ich schon.“ Die Ehrlichkeit in seinem Ton überraschte sie. Langsam drehte sie sich um. Er stand ein paar Meter entfernt, die Hände in den Taschen, der Ausdruck undurchdringlich. Aus der Nähe wirkte er weniger unantastbar. Das machte ihn gefährlicher. „Sie beobachten gerne Menschen, nicht wahr?“, fragte er. „Ich könnte Sie dasselbe fragen.“ Ein schwaches Lächeln berührte seine Lippen. „Sie sind anders als die Frauen, die normalerweise hier eingeladen werden.“ „Ist das ein Kompliment?“ „Ich habe mich noch nicht entschieden. Der Wind hob eine Haarsträhne über ihr Gesicht. Bevor sie sie wegstreichen konnte, hob Adrians Hand instinktiv an, hielt dann jedoch inne. Seine Finger schwebten zwischen ihnen. Der Moment dehnte sich aus, angespannt und unerwartet. Aria trat zuerst zurück. Ein Fehler. Das wurde einer, und Fehler brachten Menschen um. „Sie sollten wieder hineingehen, Mr. Blackwell.“ „Adrian.“ „Was?“ „Mein Name“, sagte er leise. „Sie sollten ihn nutzen." Ihr Puls stolperte. Ärgerlich. Gefährlich. Sie zwang ein ruhiges Lächeln auf ihr Gesicht. „Gute Nacht, Adrian.“ Diesmal ging sie zuerst weg, doch sie spürte seinen Blick auf sich, den ganzen Weg hinein. Kurz vor Mitternacht kehrte Aria in ihre Wohnung zurück. Die Stille hier fühlte sich schwerer an, ehrlicher. Langsam nahm sie ihre Ohrringe ab, dann ging sie zu dem versteckten Safe hinter der Schrankwand. Darin lagen Stapel von Dokumenten, Fotografien, Wegwerfhandys und eine alte silberne Haarnadel, die am Rand dunkel verfärbt war – die ihrer Mutter. Sie nahm sie vorsichtig hoch, und für einen Moment fiel die Maske. Schmerz huschte über ihr Gesicht, so schnell, dass er fast nicht da war. Dann legte sie sie zurück und griff stattdessen nach einem USB-Stick. Der Laptop-Bildschirm leuchtete in der Dunkelheit. Dateien öffneten sich nacheinander: Gerichtsprotokolle, medizinische Berichte, Finanztransfers, Namen, Daten, Geheimnisse, vergrabene Wahrheiten, die mächtige Männer für Millionen auslöschen lassen. Ihr Vater war hereingelegt, zerstört, zum Schweigen gebracht worden. Und versteckt unter den Dateien befand sich ein Dokument mit einer Unterschrift, die sie nie vergessen konnte: Adrian Blackwell. Nicht der Drahtzieher, aber verbunden. Immer verbunden. Aria starrte lange auf den Bildschirm, bevor ihr Handy vibrierte. Unbekannte Nummer. Ihr Körper spannte sich an. Langsam öffnete sie die Nachricht: „Du hättest tot bleiben sollen.“ Die Farbe wich aus ihrem Gesicht. Eine zweite Nachricht folgte sofort: „Er fängt schon an, dich zu bemerken.“ Ihr Atem verlangsamte sich, kontrollierte, doch ihre Finger schlossen sich fester um das Telefon. Jemand wusste Bescheid. Nicht Aria Benett, nicht die Identität, die sie aufgebaut hatte. Elina. Jemand wusste, dass Elina Hart lebte. Quer durch die Stadt stand Adrian allein in seinem Penthouse-Büro, starrte auf die Skyline und konnte das Bild von grau-blauen Augen nicht abschütteln, die beunruhigend vertraut wirkten. Sein Handy klingelte. „Sir“, sagte der Leiter seiner Sicherheit eindringlich. Adrians Miene verhärtete sich. „Was ist das?" Eine Pause. „Wir haben eine Gesichtserkennung bei Aria Benett laufen lassen.“ Stille. Dann: „...Und irgendetwas passt nicht.“

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