Weil sich niemand wehrt. Kern: Opposition ohne Feind Niemand unterbricht mich mehr. Das ist das erste Anzeichen. Ich beende ganze Sätze. Manchmal sogar ganze Argumente. Und der Raum nickt nur. Ich stehe vorne und warte auf den Widerstand, der früher so selbstverständlich war wie das Wetter. Er kommt nicht. Es gibt nur höfliche Aufmerksamkeit. Verschränkte Hände. Sanfte Augen. Einwilligung oder etwas, das so aussieht. Ich gehe danach mit einem seltsamen Gefühl in der Brust nach Hause. Keine Niederlage. Kein Sieg. Etwas Leeres. Ich finde Varian auf den Stufen vor dem Gebäude sitzen. Er blickt auf, als ich näher komme. „Wie war’s?“, fragt er. „Leicht“, sage ich. Er mustert mein Gesicht. „Das ist gut, nicht wahr?“ Ich öffne den Mund. Schließe ihn wieder. „Ich weiß nich

