Varian konfrontiert Dove. Nicht wütend, sondern mit stiller Verzweiflung. Er stellt ihr eine Frage: „Wählst du ihn?“ Konflikt: Die Wahrheit wird gefordert Varian stürmt nicht herein. Er wartet. Das allein sagt mir alles. Der Raum ist still, nur von einer Lampe erhellt. Keine Wachen. Kein Rat. Keine Zuhörer. Nur er, der mit dem Rücken zu mir am Fenster steht, die Schultern angespannt, als hielte er die Welt allein mit Muskelkraft und Willenskraft zusammen. „Du blutest“, sagt er. Ich blicke auf meine Hände. Das Blut ist getrocknet. Dunkel. Rissig auf meiner Haut. „Es ist nicht meins“, antworte ich. „Ich weiß“, sagt er. Ich schlucke. Er dreht sich langsam um. Ich wappne mich für Wut. Für Geschrei. Für Zähne und Klauen und jene Art von Wut, die Männer gefährlich macht. Nichts davo

