Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet sich die Treppe zu einem langen, mit tiefrotem Samt ausgekleideten Korridor. Schwaches Licht huscht an den Wänden entlang und taucht die Luft in eine schwere, honigsüße Wärme. Leise Stimmen hallen aus entfernten Räumen wider. Kein Lachen. Keine Gespräche. Stöhnen. Langsame, tiefe, schamlose Stöhnen. Männer. Frauen. Beide. Varian tritt vor. „Bleib nah bei mir.“ Kein Problem. Ich umarme ihn fast. Die erste Tür steht offen. Drinnen erblicke ich einen Raum, dessen Wände vom Boden bis zur Decke mit Spiegeln bedeckt sind. Ein Mann und eine Frau winden sich auf einem Seidenbett, ihre Spiegelbilder wiederholen sich in alle Richtungen. Aus jedem Winkel. Jede Sünde. Die Frau keucht auf, als sie uns sieht. „Alpha.“ Varian nickt einmal. Ruhig. Gleic

