Eine Frau spricht mit angespannter Stimme. „Vor diesem Ort war ich ständig wütend. Wütend auf meine Vergangenheit. Wütend auf mich selbst. Jetzt bin ich ruhig.“ Ich sehe sie an. Wirklich an. „Und bist du immer noch wütend, wenn etwas schiefgeht?“, frage ich. Sie öffnet den Mund. Schließt ihn wieder. „Ich … glaube nicht“, sagt sie langsam. „Und was tust du dann?“, frage ich. Ihr Schweigen wird immer länger. Der Architekt meldet sich wieder zu Wort. „Frieden ist keine Schwäche“, sagt er. „Er ist Fortschritt.“ „Frieden ohne Wahrheit ist zerbrechlich“, erwidere ich. „Er zerbricht im selben Moment, in dem die Realität Widerstand leistet.“ Der Platz ist nicht mehr entspannt. Nicht feindselig. Aber angespannt. Die gefährliche Mitte. Ein Junge zupft am Ärmel seines Vaters. „Warum sin

