Varians Linie-1b

472 Words

Stille liegt zwischen uns. „Dove?“, fragt Eden leise. „Sie… sieht“, sage ich. „Mehr, als ihnen lieb ist.“ Eden nickt. „Dann werden sie versuchen, dich auszunutzen.“ Ich lächle gequält. „Sollen sie es doch versuchen.“ In dieser Nacht fühlt sich die Stadt anders an. Blicke verweilen. Gespräche verstummen, wenn ich vorbeigehe. Lächeln erreichen keine Münder. Ein Kind verbeugt sich zu tief. Korrigiert sich. Rennt weg. Angst lernt schnell. Zurück in meinem Zimmer wartet eine weitere Nachricht. Diesmal handgeschrieben. Vertraute Schrift. *Hast du geschlafen?* Dove. Meine Brust erleichtert sich. *Ich habe durchgehalten.* Ich schreibe zurück. *Und du?* Eine Pause. Dann Tinte. *Ich wäre beinahe geblieben.* Ich schließe die Augen. *Beinahe ist nicht Ja,* schreibe ich. „Nein“, antwo

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