„Sie hatten Namen.“ „Ja.“ „Sie glaubten an etwas.“ „Kalin auch“, erwidert Claude leise. „Glaube ist nicht gleich Unschuld.“ Ich reibe mir mit zitternden Händen das Gesicht. „Ich hasse das“, sage ich. „Ich auch.“ „Warum klingst du dann so ruhig?“ „Weil Panik Zeitverschwendung ist“, antwortet er. „Und Zeit tötet noch mehr Menschen.“ Ich sehe ihn an. „Du wirst zu dem, was du hasst.“ Claudes Kiefer spannt sich an. „Ich weiß.“ „Macht dir das Angst?“ „Ja.“ „Dann hör auf.“ Er schüttelt langsam den Kopf. „Ich kann nicht.“ „Warum?“ „Weil ich die Liste gesehen habe“, sagt er. „Und deiner stand darauf.“ Mir stockt der Atem. „Was?“ „Zweimal“, fügt er hinzu. „Einmal als Druckmittel. Einmal als Botschaft.“ Meine Hände ballen sich zu Fäusten. „Du hättest es mir sagen sollen.“ „Du hä

