Die offene Zukunft

443 Words

Wir stehen da, wo uns nichts hält. Kein Summen. Kein Sog. Keine leise Wärme unter der Haut, die uns sagt, was wir bereits gewählt haben. Nur Luft. Varian rückt neben mich, so nah, dass ich Wärme spüre, keine Magie. Er greift nicht nach meiner Hand. Er wartet. Das ist neu. Immer noch seltsam. Die Stadt hinter uns atmet. Echter Atem. Geräusche, die nicht dazu passen. Ein Lachen bricht zu laut hervor. Jemand streitet. Jemand weint, und niemand schneidet es heraus. Unsicher. Lebendig. „Hast du Angst?“, fragt er. Ich antworte nicht sofort. Die Frage braucht Zeit. „Ja“, sage ich schließlich. „Auf eine Art, von der ich nicht wusste, dass sie existiert.“ Er nickt. „Gut.“ Ich sehe ihn an. „Gut?“ „Wenn nicht“, sagt er, „würde ich mir Sorgen machen, dass du wieder in die Gewissheit abgleit

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