Des nachts war der Sumpf noch um vieles unheimlicher als bei Tage. Überall raschelte und plätscherte es und Insekten schwirrten in riesigen Schwärmen um unsere Köpfe herum und jedes Mal, wenn ein Vogel in unserer Nähe laut flatternd aufflog, zuckte ich zusammen. Esmeralda war während der Fahrt schon dreimal erwacht. Einmal gab ich ihr von der Ziegenmilch zu trinken, die anderen Male ließ sie sich von einem kleinen Wiegenlied wieder in den Schlaf singen. Die Kleine war mir ein echter Trost in der finsteren Nacht. Der Nebel hing so tief über dem Wasser, dass ich mir langsam Sorgen machte, ob Tallia wirklich wusste, wohin wir fuhren. Jedenfalls schienen wir immer weiter in den Sumpf vorzudringen, denn der modrige Gestank und der durchdringende Geruch nach etwas anderem, dass mich an den Ger

