KAPITEL NEUNUNDFÜNFZIG LILAS SICHT Nichts war so gelaufen, wie ich es geplant hatte. Ich saß auf der Bettkante, meine Finger so fest um meinen Rock gekrallt, dass meine Knöchel weiß wurden. Ich konnte nicht vergessen, dass Damon mich durchschaut hatte. So sollte das nicht enden. Ich hatte mir seine Besorgnis vorgestellt. Sein Mitgefühl. Seine Aufmerksamkeit, die sich mir zuwandte, als Selene sich zurückzog. Ich hatte mir vorgestellt, wie er ihr Urteilsvermögen, ihre Selbstbeherrschung infrage stellte. Stattdessen sah er mich mit kalter Klarheit an. Und schlimmer noch, er hatte sich für sie entschieden. Ich stand abrupt auf und begann im Zimmer auf und ab zu gehen. Meine Schritte hallten leise auf dem Boden wider. „Er glaubt ihr“, murmelte ich. „Nach allem, was passiert ist.“ Sein

