KAPITEL FÜNFUNDVIERZIG Damons Sicht Ich hatte mit Selenes Training begonnen, ohne zu merken, wann sich alles veränderte. Anfangs hatte ich mir eingeredet, ich müsse wissen, was sie konnte, wie weit ihre Kraft reichte, wie schnell sie außer Kontrolle geraten konnte. Jetzt trainierte ich mit ihr, weil ich wissen wollte, wie sie das aushielt. Als ich ankam, war es still in der Halle. Helle Lichter säumten die Decke. Der Boden wies schwache Spuren früherer Trainingseinheiten auf. In der Luft lag das Geräusch von Bewegung, kontrollierter Atmung, das Klacken von Stiefeln auf Stein. Selene kam kurz darauf herein und stellte sich in die Mitte. Wir begannen sofort mit dem Training. Älteste Maera stieß kurz darauf hinzu. Schon bald schwitzte Selene, die Haare zurückgebunden, die Kiefermuskel

