10 Sara Ich kann immer noch nicht atmen, als ich mit Peter ins Auto steige, da das Gewicht von dem, was Monica mir erzählt hat, wie ein Eisberg auf meine Brust drückt. »Was ist los, Ptichka?«, fragt er, als wir losfahren. »Geht es dir gut?« Ich will hysterisch lachen. Geht es mir gut? Sollte es mir gut gehen? Gibt es ein Wellnessbarometer dafür, dass man versehentlich einen Mord in Auftrag gegeben hat? »Sara?«, fragt Peter nach und blickt mich an, und obwohl sein Ton leicht neugierig ist, schimmert dunkles Wissen in seinem Blick. Er muss Monica in der Klinik gesehen haben. Welche Hoffnungen ich auch immer gehabt hatte, dass dies ein schrecklicher Zufall ist, sie lösen sich in Luft auf und hinterlassen ein immer stärker werdendes Entsetzen. Peter hat diesen Mord für mich begangen.

