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Nun steht sie zwischen Rache und Liebe vor einer Entscheidung

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Er stahl mein Lied – und ich sein HerzVerliebt in meine BeuteWas als Rache begann, verwandelt sich langsam in eine unerwartete Ära der Liebe.Norah James, eine junge und talentierte Songwriterin, sah ihr ganzes Leben zerstört, als sie fälschlich beschuldigt wurde, ihren Vorgesetzten, Mr. Johnson, ermorden zu wollen. Verraten und hereingelegt von dem mächtigen Kellan Wash, wurde sie für ein Verbrechen, von dem sie nichts wusste, zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.Doch das Gefängnis war erst der Anfang ihres Leidens.Während ihrer Haft wurde ihr das Einzige genommen, woran sie festhielt – ihr Traum. Das Lied, das sie geschrieben, bewahrt und veröffentlichen wollte, wurde gestohlen und von Lucas Kellan, dem Sohn eben jenes Mannes, der ihr Leben zerstörte, zu einem weltweiten Hit gemacht.Als Norah freikommt, hat sich alles verändert.Die Familie Kellan ist mächtiger denn je. Lucas Kellan ist nun ein internationaler Superstar. Und ihr gestohlenes Lied beherrscht noch immer Häuser, Straßen, Radios und Partys – Jahre nach seiner Veröffentlichung ist es weiterhin im Trend.Die Welt feiert ihren Schmerz.Gebrochen, aber nicht besiegt, schwört Norah Rache. Sie will die Familie Kellan Stück für Stück zerstören – koste es, was es wolle.Das Schicksal gibt ihr die perfekte Gelegenheit.Eine Stelle in Lucas Kellans Entertainment-Unternehmen wird frei. Entschlossen und berechnend nimmt Norah am Wettbewerb teil, gewinnt und steigt zum Ruhm auf. Ihre Präsenz erschüttert die Branche und zieht Aufmerksamkeit auf sich – sogar von Lucas selbst.Doch etwas geht schief.Lucas kommt ihr näher.Was als kalkulierter Plan begann, wird zu etwas Tieferem. Norah verliebt sich ausgerechnet in den Mann, den sie als Waffe benutzen wollte.Wird sie den Mann zerstören, den sie liebt, und seine Familie so leiden lassen, wie sie selbst gelitten hat …oder wird sie vergeben und riskieren, alles zu verlieren, wofür sie gekämpft hat?

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Schicksal nach fünf Jahren Haft
Norah POV Nachdem ich aus dem Gefängnis entlassen worden war – wegen eines Verbrechens, das ich nicht begangen hatte – trat ich zurück in eine Welt, die meine Geschichte bereits ohne meine Erlaubnis neu geschrieben hatte. Fünf Jahre waren mir genommen worden. Fünf Jahre, die ich niemals zurückbekommen konnte. Fünf Jahre, in denen mein Name mit etwas verbunden worden war, das ich nie getan hatte – dem versuchten Mord an Mr. Johnson. Egal wie oft ich sagte, dass ich unschuldig war, die Welt hatte längst entschieden, wer ich war, und das Gefängnis war der Ort gewesen, an dem diese falsche Identität in Stein gemeißelt wurde. Doch das Schlimmste kam nicht aus dem Gefängnis selbst. Es kam danach. Es kam, als ich mein Lied hörte. Nicht nur hörte – sondern es auf eine Weise erkannte, die etwas Tiefes in mir erschütterte. Ein Lied, das ich in der Stille geschrieben hatte, im Schmerz, in einem zerbrochenen Zustand, in dem mir nichts blieb außer einer Gitarre und meinen Gedanken. Dieses Lied war einst meine Flucht gewesen, mein einziger Beweis dafür, dass ich jenseits des Leidens noch existierte. Und jetzt war es überall – poliert, verfeinert, aufgeführt von Lucas Kellan, einem Mann, dessen Name inzwischen weltweite Anerkennung trug. Er hatte meine Schöpfung zu seiner Identität gemacht, Auszeichnungen gewonnen, Ruhm aufgebaut und war der gefeiertste Musiker dieser Generation geworden. Am Anfang konnte ich kaum richtig atmen, als ich es begriff. Ich redete mir ein, ich müsse mich irren. Vielleicht hatte ich etwas Ähnliches gehört. Vielleicht spielte mir mein Verstand nach allem, was ich erlebt hatte, einen Trick. Aber tief in mir wusste ich es. Ich kannte die Melodie wie meinen eigenen Herzschlag. Es war nichts, das ich vergessen konnte. Nichts, das ich verwechseln konnte. Es war meins. Und genau da begann die Wut. Nicht laut. Nicht explosiv. Sondern langsam und schwer, wie etwas, das im Wasser sinkt und sich weigert wieder aufzusteigen. Denn wenn Lucas mein Lied gestohlen hatte – was hatte er dann noch genommen? Und wenn er Zugang zu etwas so Persönlichem hatte, etwas so tief mit meiner Vergangenheit verbundenem, was hielt ihn dann davon ab, auch mit meinem Untergang verbunden zu sein? Der Gedanke beunruhigte mich mehr, als ich zugeben wollte, aber ich konnte ihn nicht ignorieren. Ich begann alles zu hinterfragen – sogar meine Erinnerungen, sogar die Ereignisse, die zu meiner Verhaftung geführt hatten. Ich beschloss, ihm näherzukommen. Nicht als Fan. Nicht als Musikerin auf der Suche nach einer Chance. Sondern als jemand, der Antworten suchte – selbst wenn diese Antworten gefährlich waren. So fand ich mich schließlich in Lucas Kellans größtem Studio wieder, in einem Gebäude, das sich anfühlte wie eine völlig andere Welt. Alles war poliert, kontrolliert und erfüllt von Ehrgeiz. Dort fand gerade ein Wettbewerb für Gitarristen statt, ein Vorspielen, um die besten Talente für einen bevorstehenden Vertrag auszuwählen. Ich kam nicht, um etwas zu gewinnen. Ich kam, weil ich Zugang wollte. Ich wollte die Menschen hinter dem Namen sehen. Ich wollte verstehen, wie tief dieses Netzwerk in meine Vergangenheit reichte. „Sie sind Miss Norah“, sagte der Direktor, als ich ankam, als wäre ich nur eine weitere Bewerberin und nicht jemand, der einen Sturm in sich trug. Ich nickte emotionslos und nahm die Gitarre entgegen, die mir gereicht wurde. Ich legte sie langsam auf meinen Schoß, vorsichtig, als wäre sie vertraut und doch fremd. Mein Blick glitt ungewollt nach oben, und da sah ich sein Bild an der Wand – Lucas Kellan, lächelnd mit einem Preis in der Hand, stehend in einer Welt, die weit entfernt schien von der, die ich überlebt hatte. Etwas in mir spannte sich in diesem Moment an. Ich hob die Gitarre und begann zu spielen. Am Anfang war es nicht perfekt. Meine Finger waren unsicher, mein Rhythmus nicht stabil, als würde mein Körper sich erst wieder daran erinnern, was mein Geist fünf Jahre lang nicht geübt hatte. Das Gefängnis nimmt dir nicht nur deine Freiheit – es nimmt dir deinen Fluss, dein Selbstvertrauen, dein Gefühl für den Rhythmus der Welt. Ich spürte diesen Schaden in meinen ersten Tönen. Der Klang war da, aber er lebte noch nicht. Dann änderte sich etwas. Ich weiß nicht genau was es war. Vielleicht die Erinnerung an Verlust. Vielleicht die langsam aufsteigende Wut. Vielleicht das Bild von Lucas an der Wand. Aber etwas in mir schnappte ein – nicht gewaltsam, sondern scharf, wie eine Saite, die sich strafft und in Position geht. Meine Finger bewegten sich plötzlich sicher. Der Klang veränderte sich. Er wurde stärker, tiefer, präziser. Ich dachte nicht mehr an das Publikum. Ich dachte nicht mehr an den Raum. Ich dachte nur noch an Ausdruck, an Überleben, an etwas in mir, das gehört werden wollte. Als ich endete, war es still. Eine schwere, lauschende Stille. Dann Applaus. Der Direktor stand sofort auf, sichtbar beeindruckt, und ohne zu zögern erklärte er mich für eingestellt. Ich sollte das Studio im kommenden Wettbewerb vertreten. Ich hätte Erleichterung oder Zufriedenheit fühlen sollen, aber stattdessen fühlte ich etwas anderes. Ich hatte das Gefühl, gerade tiefer in ein System eingetreten zu sein, das ich noch nicht verstand. Denn wenn Lucas Kellan wirklich mit meinem Lied verbunden war, dann war dieses ganze Gebäude mit ihm verbunden. Und das bedeutete, dass ich nun in die Welt des Feindes eingetreten war. Ich ging danach langsam durch das Studio, die Hände locker an meiner Seite, während ich alles aufmerksam beobachtete. Menschen bewegten sich zielgerichtet, sprachen leise, stellten Geräte ein, bereiteten Aufnahmen vor. Eine Welt aus Klang – aber auch aus Kontrolle. Schließlich setzte ich mich in eine ruhige Ecke, lehnte mich leicht vor und legte einen Moment den Kopf auf den Tisch. Da spürte ich eine Präsenz. Eine Hand. Eine Stimme. „Miss Lucas.“ Ich hob den Kopf. Und sah ihn. Lucas Kellan. Er stand vor mir, als gehöre er zu einer anderen Realität als ich – ruhig, kontrolliert, beobachtend. „Guten Tag, Sir“, sagte ich mit kontrollierter Stimme. Er gratulierte mir zu meiner Auswahl und sprach über den kommenden Wettbewerb, während er mich musterte, als würde er etwas Unbekanntes zuordnen wollen. Dann fragte er, ob er mich näher kennenlernen dürfe. Ich lächelte leicht, doch ohne Wärme. „Was wollen Sie noch über mich wissen, außer meinem Namen? Ich bin Norah.“ Er sagte mir, ich solle nicht so streng mit ihm sein, schließlich sei er mein Boss. Ich antwortete ohne Zögern, dass ihn das nicht zu meinem Herrn mache. Das ließ ihn kurz innehalten. Er sah mich anders an, als würde er versuchen, die Schärfe in meiner Stimme zu verstehen. Er fragte, ob mir jemand wehgetan habe, aber ich antwortete nicht direkt und sagte ihm nur, dass ich morgen zur Arbeit zurückkehren würde. Er akzeptierte es und erinnerte mich daran, für den Wettbewerb zu üben. Dann lächelte er und ging. Doch genau in diesem Moment trat eine Frau zu ihm, nannte ihn leise und vertraut „Liebling“, und etwas zog sich in mir zusammen. Ich wandte mich ab, bevor ich zu lange hinschauen konnte. Denn die Musik begann wieder. Mein Lied. Die gleiche Melodie, die ich zuvor gespielt hatte. Nur dass sie jetzt aus den Lautsprechern des Studios kam und durch das Gebäude floss, als hätte sie schon immer dort gelebt. Einen Moment lang stand ich still, denn etwas daran ließ alles komplizierter erscheinen, als es sein sollte. „Er hat mein Glück gestohlen“, dachte ich leise und zwang mich, es zu glauben, obwohl Unsicherheit in mir aufstieg. Ich verließ das Studio schließlich, aber die Musik verließ mich nicht. Sie folgte mir in die Nacht, in die Stille, in den Schlaf. Und als ich endlich die Augen schloss, träumte ich davon. Ich stand auf einer Bühne, die ich nicht kannte. Helles Licht über mir, ein endloses Publikum vor mir. Ich hielt ein Mikrofon in der Hand, und das Lied begann zu spielen. Meine Stimme war stark, klar, vertraut. Ich sang mein Lied. Ich konnte es vollständig fühlen, als hätte mein ganzes Leben mich zu diesem Moment geführt. Doch dann veränderte sich etwas. Die Menge begann zu verschwimmen. Der Klang verzerrte sich. Und als ich auf meine Hände sah, hielt ich kein Mikrofon mehr. Es war verschwunden. Ich versuchte weiter zu singen, aber die Stimme, die aus mir kam, war nicht mehr meine. Sie war fern. Fremd. Und langsam wurde mir klar, dass ich nicht diejenige auf der Bühne war. Ich sah nur zu. Von irgendwo anders. Lucas stand dort nun, unter den Lichtern, und sang dasselbe Lied mit einer Sicherheit, die nicht zögerte. Das Publikum jubelte ihm zu. Die Musik gehörte ihm. Die Bühne gehörte ihm. Ich streckte die Hand aus, versuchte zu sprechen, versuchte es zu stoppen – aber kein Laut kam aus mir. Und dann wachte ich auf. Mein Atem unruhig. Ich starrte die Decke an. Lange bewegte ich mich nicht. Meine Augen füllten sich mit Tränen.

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