35: Die verlorene Tochter

1968 Words

Sofia Das Erste, was ich spürte, war nicht die Sonne, die durch die Balkontüren schien, oder die schwere Seide der Bettdecke, sondern feuchte Hitze. Ein leises Summen vibrierte gegen meine Brust und riss mich aus den Tiefen eines schweren, erschöpften Schlafes. Ich blinzelte mit den Augen und war für den Bruchteil einer Sekunde desorientiert, bevor ich das Gefühl vollständig registrierte. Luca war an meiner Brust begraben, sein dunkler Kopf bewegte sich rhythmisch. Sein Mund war an meiner linken Brust festgesaugt, er saugte hart, seine Zunge wirbelte mit unerbittlicher, besitzergreifender Gier über die empfindliche Brustwarze. „Luca“, hauchte ich, der Name kam halb keuchend, halb kichernd heraus. Meine Hände fanden instinktiv sein Haar und verhedderten sich in den dicken, dunklen Sträh

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