Sofia Die Stille im Taxi war schwerer als jedes Gespräch, erfüllt von Louis' Unbehagen und meinem eigenen schockierenden, rücksichtslosen Verhalten. Ich bereute nicht, was ich gesagt hatte; ich bereute nur die Motivation dahinter. Es war nicht Liebe oder echtes Verlangen nach Louis, das mich antrieb, sondern ein verzweifeltes, hässliches Bedürfnis, den brennenden Eindruck zu ersetzen, den Luca in meiner Seele hinterlassen hatte. Als das Auto schließlich vor dem Haus meiner Familie hielt, bewegten wir uns beide unbeholfen. Louis sprach als Erster, seine Stimme klang angespannt. „Ich ... ich hole deine Tasche, Sofia.“ „Danke, Louis.“ Wir gingen den Weg hinauf, und meine Eltern öffneten fast augenblicklich die Tür. Meine Mutter eilte herbei. „Sofia! Du bist zu Hause, Liebling! Und Louis,

