Sofia Den Rest der Nacht verbrachte ich damit, an die Decke zu starren. Jedes Mal, wenn ich meine Augen schloss, sah ich Louis' verängstigte, tastende Hände vor mir. Ich spürte den trockenen, leeren Kuss, der nichts bedeutete. Die Impulsivität, die mich dazu gebracht hatte, Louis in mein Zimmer einzuladen, lastete nun schwer auf meinem Magen. Ich hatte einen Fehler gemacht, einen schweren Fehler. Ich hatte die Tür zu einer Welt geöffnet, für die Louis nicht geschaffen war, und ich kannte ihn; er würde darüber nachgrübeln, darüber beten und schließlich mehr wollen, aber ich wollte ihn nicht. Die kurzen Momente mit Louis hatten mir nicht diese Euphorie beschert, diesen seelenzerreißenden Blitz, den Luca mit nur einem Blick ausgelöst hatte. Mit Louis spürte ich keinen Unterschied, aber mit

