Die Scheinwerfer blitzten wieder in ihrem Rückspiegel auf. Iris’ Finger schlossen sich fester um das Lenkrad, ihre Knöchel waren blass. Sie bog in eine Straße ein, die schmale Straße war glatt vom Regen, doch das Auto hinter ihr bog genauso ab. Kein Zögern. Keine Geschwindigkeitsänderung. Einfach da – wie ein Schatten, der sich nicht ablösen wollte. Ihre Kehle schnürte sich zu. Sie redete sich ein, dass es nichts war. Köln war schließlich eine Stadt der Beobachter. Kameras an jeder Ecke, Fremde, die ein- und ausgingen, die Illusion von Sicherheit dünn wie Papier. Aber das hier war anders. Dieses Auto – dieser Schatten – war da, seit sie vor einer Stunde das Krankenhaus verlassen hatte. Sie bremste an der Ampel. Sie taten es ihr gleich. Ihr Puls raste. Als sie in die Tiefgarage ihres

