Der Morgen begann mit Getuschel. Zuerst dachte sich Iris nichts dabei – wie ihre Kollegen sie unauffällig ansahen, als sie das Café gegenüber dem Krankenhaus betrat, wie die Gespräche kurz verstummten, bevor sie leise und geflüstert wieder aufgenommen wurden. Köln war eine Stadt voller Geheimnisse; Klatsch und Tratsch hingen wie Parfüm in der Luft. Doch dann summte ihr Telefon. Wieder eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Diesmal nicht Ruben, sondern etwas Schlimmeres. Ein Link. Keine Worte. Nur das Gift, das wartete. Wider besseres Wissen klickte sie. Die Schlagzeile kreischte über den Bildschirm, dreist und gnadenlos: „Philanthropin Iris Roth: Heimlicher Liebhaber mit Verbrechersyndikat verbunden: Quellen behaupten geheime Verbindungen zu Untergrundnetzwerk.“ Ihr wurde ganz

