Elias‘ Sicht Die Straßen waren glitschig vom Regen, die Spiegelungen der Neonschilder bogen und wanden sich auf dem Asphalt wie flüssiges Feuer. Elias bewegte sich mit der Anmut eines Raubtiers, den Körper gesenkt, die Augen jede Bewegung, jeden Schatten erspähend. Er hatte es schon vor Stunden gespürt – den Puls der Gefahr, die unsichtbare Hand, die Dinge bewegte, die er noch nicht sehen konnte. Ruben war eskaliert, und nun war jeder Winkel der Stadt eine potenzielle Falle. Er dachte an Iris. Wie sie sich in eine Ermittlung nach der anderen gestürzt hatte, das Feuer in ihren Augen, wenn sie sich nicht kontrollieren ließ. Doch der Nervenkitzel der Unabhängigkeit war mit Risiken verbunden. Und Ruben … Ruben spielte nicht nur; er jagte. Er blieb unter einer flackernden Straßenlaterne steh

