MAX – Standpunkt Im Auto herrschte Stille, nur leise Musik spielte im Hintergrund. Neben mir starrte Hela aus dem Fenster, ihre Augen folgten den vorbeiziehenden Lichtern der Stadt. Ihre Hände lagen gefaltet in ihrem Schoß. Nervös zupften ihre Finger am smaragdgrünen Stoff ihres Kleides. Ich wusste genau, woran sie dachte. „Du musst nicht an sie denken, Hela“, sagte ich schließlich und durchbrach die Stille. Meine Stimme war ruhig, aber bestimmt. Ich griff nach ihrer Hand. Sie war kalt. Also hielt ich sie fest über der Mittelkonsole. Hela wandte sich mir zu. Ihre Augen wirkten müde. „Ich kann nicht anders, Max. Ich meine … bankrott? Komplett bankrott?“ „Das ist die logische Konsequenz“, antwortete ich nüchtern. „Dein Adoptivvater hat jahrelang mit dem Feuer gespielt. Er hat Steueru

