Die ersten Wochen im Penthouse verschwammen zu einem einzigen, endlosen Strom aus Anweisungen, Terminen und schlaflosen Nächten. Elena hatte sich einen Rhythmus erarbeitet, der fast militärisch wirkte: Um sechs Uhr morgens klingelte der Wecker, sie duschte kalt, um wach zu werden, bereitete Alexanders Medikamente vor – Schmerztabletten, die er selten nahm, und Vitamine, die er immer nahm – und bestellte das Frühstück. Um sieben Uhr saß sie am Schreibtisch in ihrem Zimmer und filterte Hunderte von E-Mails: Investoren, die nervös waren, weil der CEO sich seit Jahren nicht mehr öffentlich zeigte; Journalisten, die um ein Interview bettelten; Vorstände, die Entscheidungen brauchten, die nur Alexander treffen konnte. Um acht Uhr betrat sie sein Büro, Tablet in der Hand, bereit für das tägliche

