Der Sturm kam ohne Vorwarnung. Am späten Nachmittag verdunkelte sich der Himmel über Manhattan plötzlich, als hätte jemand einen Vorhang zugezogen. Dicke, graue Wolken zogen auf, Blitze zuckten über den Hudson, und innerhalb von Minuten prasselte der Regen gegen die bodentiefen Fenster des Penthouse wie tausend kleine Fäuste. Elena saß in ihrem Zimmer und arbeitete an einem Bericht, den Alexander bis Mitternacht wollte. Der Donner ließ die Scheiben vibrieren. Plötzlich flackerte das Licht, einmal, zweimal – dann war alles dunkel. Nur das Notstromsystem sprang an und tauchte den Raum in ein schwaches, rotes Glühen. „Vasquez!“, drang Alexanders Stimme durch den Flur. „Kommen Sie her!“ Sie stand auf, nahm ihr Tablet mit und ging ins Büro. Er saß am Fenster und starrte in den Sturm hinaus.

