Maya parkte den Toyota vor dem kleinen Reihenhaus in der Lindenstraße. Die Straßenlaterne flackerte wie immer, warf gelbe Flecken auf den rissigen Gehweg. Das Haus sah aus, als hätte die Zeit es sanft umarmt und dann vergessen: die blaue Haustür etwas verblasst, die Hortensien im Vorgarten noch immer üppig, wenn auch schon braun an den Rändern. Ihre Mutter hatte die Vorhänge nicht zugezogen – warmes Licht fiel heraus, und Maya sah den Schatten ihrer Mutter am Küchenfenster vorbeigehen. Sie stieg aus, zog den Rucksack über die Schulter und den kleinen Rollkoffer hinter sich her. Der Kies knirschte unter den Rollen. Bevor sie die Türklinke hinunterdrückte, blieb sie einen Moment stehen und schaute hinauf zum Himmel. Die Sterne waren hier klarer als in der Stadt, kein Smog, keine Lichtglocke

