Kapitel 3: Der Anker und das Warten

1461 Words

Der „Anker“ lag am Ende der Hafenpromenade, ein kleines Café mit blauen Fensterläden und einer verwitterten Holzbank davor, auf der im Sommer immer die Fischer saßen und Zigaretten rauchten. Im Herbst war die Bank leer, der Wind fegte Blätter und Sand über die Planken. Maya kam zehn Minuten zu früh. Sie hatte den ganzen Morgen damit verbracht, sich einzureden, dass es nur Kaffee war. Nur ein Kaffee. Kein Date. Kein Neuanfang. Nur zwei alte Bekannte, die höflich plauderten. Sie trug Jeans, einen grauen Pullover und die Regenjacke von gestern. Die Haare hatte sie zu einem lockeren Knoten gebunden, weil sie sich nicht entscheiden konnte, ob offen oder hochgesteckt besser aussah. Am Ende hatte sie sich für „egal“ entschieden. Ihre Hände waren kalt, obwohl sie sie in den Taschen vergraben hatt

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