Das Morgenlicht fiel durch die Küchenfenster, während Selena leise summte und die Ärmel ihres übergroßen Pullovers hochkrempelte. Sie war unruhig aufgewacht und beschloss, etwas Sinnvolles zu tun – zum Beispiel Frühstück zu machen. Sie war nicht gerade eine gute Köchin, aber wie schwer konnte es schon sein? Als sie die Küche betrat, stand ein Dienstmädchen am Herd und rührte in einem Topf. Die Frau drehte sich erschrocken um. „Herrin?“ Das Dienstmädchen blinzelte schnell, offensichtlich hatte sie nicht damit gerechnet, sie dort zu sehen. Selena lächelte kurz. „Sie können mich Selena nennen.“ Das Dienstmädchen zögerte und trat verlegen auf ihren Platz. „Ich bin Maria.“ „Schön, dich kennenzulernen, Maria“, sagte Selena fröhlich und ging zur Theke. „Ich dachte, ich mache heute Frühstück

