~ Seraphina ~
Der Jet landete auf dem Flughafen Veridia, und während wir gingen, riss ich meine Hand aus Mazikeens Griff und rannte durch die Flughafenhalle. „Seraphina!“ Alessandros Brüllen folgte mir.
Ich entdeckte Flughafenbeamte und stürzte auf sie zu. „Sir, ich wurde entführt! Von Alessandro Torricelli! Er hat mich sogar angefasst!“
Sie schauten sich an und nahmen plötzlich Haltung an. „Jefe, bienvenido“, sagten sie.
Ich drehte mich um. Alessandro stand da, ein raubtierhaftes Lächeln auf den Lippen. „Du hättest in den York Isles weglaufen sollen, Seraphina. Diese Stadt… Veridia… gehört mir.“ Er packte meine Hand und zerrte mich hinaus.
Ein schwarzer Rolls-Royce wartete in der Garage, flankiert von Vans und Männern in dunklen Mänteln. „Boss“, murmelten sie. Er schob mich ins Auto. Ich stellte mich ihm, Wut kochte. Er lächelte. Ich schaute weg.
Nach einigen Minuten hielt der Wagen vor einer Festung: hohe Steinmauern, Stacheldraht und grimmige Wachen. Es war kein Zuhause; es war ein Gefängnis.
Meinte er wirklich 365 Tage Gefangenschaft für mich? fragte ich mich.
Drinnen glänzte die große Eingangshalle aus Marmor und Kristall. Er führte mich in einen großen Wohnraum. „Was möchtest du heute Abend essen, Seraphina?“
„Deinen Schwanz“, knurrte ich und griff nach seiner Hose. Er war schlaff, aber vorhanden. Ich ließ ihn los und ging in den Flur, tat so, als würde ich den Grundriss kennen.
Er war sofort hinter mir, packte mein Handgelenk und zerrte mich die Treppe hoch. Er wirbelte mich herum, schlug mich gegen die Wand. Seine Hand schoss vor, umfasste meine Kehle. „Diese Männer… sie respektieren mich. Du wirst mich nie wieder respektlos behandeln. Nie wieder.“
„Oder was?“, forderte ich heraus und schob ihn zurück. „Du willst, dass ich dich liebe? So geht das? Du bist nur ein brutaler, egoistischer Schläger!“
Er starrte mich an, überrascht. Ich hatte ihn getroffen. Ich schnaubte, musterte die opulente Halle. „Hähnchen und Pommes. Und einen Wein, älter als ich.“
Als die Sonne unterging, führte mich ein Zimmermädchen nach unten. Mein Nachthemd, hauchdünne Seide, klaffte offen, enthüllte meine Brüste. Absichtlich.
Er sah mich, eilte vor und hüllte mich in seinen Mantel. „Hier sind Männer!“
„Oh“, rief ich und schob ihn weg. Ich setzte mich, aß und genoss den Wein. Er beobachtete mich eindringlich.
„Passt es zu deinem Geschmack?“, fragte er.
„Ich kann Besseres zubereiten“, antwortete ich beiläufig.
„Sag dem Koch, er ist gefeuert“, befahl er einem nahen Wachmann. Der Wachmann drehte sich um.
„Nein!“, rief ich. „War nur Spaß.“ Ich starrte ihn an, sah, wie weit er gehen würde. Ist das Liebe? Oder Herrschaft?
Sein Onkel Marco kam herein und flüsterte ihm ins Ohr.
„Ich bin gleich zurück“, sagte er. Zu den Wachen: „Gebt ihr alles, was sie verlangt, außer einer Waffe. Sie darf überall hingehen, aber nicht aus dieser Festung raus.“ Er ging.
Eine Minute später stand ich auf. Die Wachen traten näher. „Ich sag ihm, ihr habt meine Brüste angefasst“, warnte ich, Hand am Saum meines Nachthemds. Sie erstarrten, Gesichter wurden blass.
Ich folgte ihm. Er ging durch den Hinterausgang und betrat einen Raum. Wachen standen an der Tür.
Sie versperrten mir den Eingang. „Ich will zu Alessandro“, sagte ich.
„Tut mir leid, Miss, Sie dürfen nicht rein!“, sagte einer.
Wieder legte ich die Hand an den Saum meines Nachthemds. „Wenn ich das runterziehe und ihm sage, ihr habt mich angefasst, um mich aufzuhalten, was denkt ihr, was er mit euch macht?“
„Oh, verdammt, er bringt uns um!“, murmelte einer.
Ich nickte, ging an ihnen vorbei. Ich durfte nicht angefasst werden. Eine seltsame Macht. Ich folgte einem leisen Stöhnen zu einer Tür im Innenhof.
Drinnen war Mark, mein Freund, an einen Pfahl gebunden, über und über mit Blut bedeckt. Neben ihm ein anderer Typ. Beide Kleidung durchtränkt von ihrem Blut.
„Sera?“, krächzte er.
Die Welt kippte. Alles wurde schwarz.
Ich fiel in Ohnmacht.
Meine Lider flatterten auf, das sanfte Licht des Schlafzimmers ein krasser Kontrast zu der Dunkelheit, die mich verschlungen hatte.
Ich lag in meinem Bett, die Seidenlaken kühl an meiner Haut. Die Erinnerung an Mark, blutig und gebrochen, blitzte durch meinen Kopf, und ich zuckte zusammen.
„Wach, Seraphina?“, durchschnitt Alessandros Stimme die Stille. Er saß in einem Sessel am Fenster, wie immer, oberkörperfrei. Schwarze Hose.
„Mark…“, flüsterte ich, Stimme heiser. „Ist er…?“
„Mark hat zwei Dinge getan, die ich nicht verzeihen kann, Seraphina. Er hat deine expliziten Bilder geteilt. Mein Technik-Team hat die letzten Stunden damit verbracht, sie aus jedem Winkel des Dark Webs zu tilgen. Sie sind weg. Und dann hat er versucht, mich auch zu erpressen, sobald er begriff, wer ich bin.“ Seine Augen verdunkelten sich weiter. „Der andere Mann, der bei ihm war, war in Menschenhandel verwickelt. Minderjährige Mädchen verkauft. Ein widerlicher Handel, den ich nicht dulden kann. Torricelli ist ein Geschäftshaus, Seraphina, aber wir bekämpfen Verbrechen mit Verbrechen.“ Er sagte es mit eisiger Emotionslosigkeit, als wäre es eine einfache Tatsache.
Mein Magen drehte sich um. Ich dachte, er sei nur ein Drogen- und Verbrecherboss, aber er war mehr. „Wirst du ihn töten?“ Die Worte waren kaum ein Flüstern, morbide Neugier überlagerte meine Angst.
„Mark wird morgen gehen. Eine Lektion gelernt, ein Leben an einem seidenen Faden gerettet. Aber der andere…“ Alessandros Stimme war flach. „Tot. Tut mir leid. Du hättest das nicht sehen müssen, wenn du geblieben wärst, wo du hingehörst.“
Ich senkte den Kopf, das Bild von Marks zerschlagenem Gesicht noch lebendig. Mein Kopf driftete zurück zu den beiläufigen Drohungen, die Mark früher gemacht hatte, betrunken versprochen, meine Nudes „irgendwann“ zu posten.
Eine Welle der Erleichterung spülte über mich. Jemand hatte für mich gekämpft. Jemand hatte mich vor einer Demütigung bewahrt, die weit schlimmer gewesen wäre als nur die Party.
„Danke“, murmelte ich. „Für die Mädchen. Du rettest eine Generation.“
Er antwortete nicht, beobachtete mich nur, Blick intensiv.
Ich schob mich aus dem Bett. Ein trotziger Funke flammte in mir auf. Ich konnte nicht ernst werden. Wir spielten ein Spiel.
Wenn er mir die Freiheit nehmen wollte, würde ich ihm die Kontrolle nehmen, Stück für verlockendes Stück.
Ich löste den Knoten, der auf meiner Brust saß, das Nachthemd fiel herunter. Nackt ging ich ins Badezimmer, lehnte meine Brust gegen die gläserne Tür und streckte beim Versuch, sie aufzuschieben, meinen Hintern raus.
Ich hörte ihn hinter mir zucken, ein leichtes Knarren des Ledersessels.
Ich trat in die große, verglaste Dusche, drehte das Wasser auf, bis es warm und dampfend auf mich herabregnete. Mit der Seife streichelten meine Hände meine Brüste und meinen Hintern. Ich schaute ihn nicht an. Aber ich war sicher, er schaute zu.
Die Tür zischte hinter mir auf. Er war da. Nackt.
Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte, er würde starren und starren. Aber er war hier.
Er nimmt den Köder, dachte ich. Dann drehte ich mich um, hielt ihm den Rücken zu, ließ das Wasser über mich laufen, Hände glitten langsam, bedacht über meine Arme, meine Seiten.
Ich sah seine Reflexion im Glas, sah seine Gestalt, groß und mächtig. Ich sah seine Erektion, länger werdend, härter, pulsierend vor rohem Verlangen, das ich fast in der Luft schmecken konnte.
Langsam drehte ich mich um, ihm zugewandt. Der Duschstrahl prasselte auf uns beide nieder, verwischte die Ränder des Moments, schärfte aber die Intensität.
Seine Augen, dunkle Teiche aus Hunger, verschlangen mich. Mein Blick fiel, angezogen von unwiderstehlicher Kraft. Sein Schwanz. Lang und d**k, pulsierend mit eigenem Leben.
„Warum schaust du auf meinen Schwanz, Seraphina?“
Ich schaute weiter, Augen zeichneten jeden Zentimeter nach, fragte mich, ob mein Körper, klein und zart, dieses Werkzeug wirklich aufnehmen konnte.
Es war eine Herausforderung, ein Wagnis an mich selbst.
Er trat näher, die Distanz schloss sich, bis sein harter Schaft meinen Bauch streifte. Ich keuchte.
Jetzt bin ich dran zu spielen, erinnerte ich mich. Ich lasse mich nicht spielen. Ich beherrsche diesen Abschnitt, sagte ich zu mir, wappnete mich gegen die Lust, die tief in mir zu brodeln begann. Ich senkte wieder die Augen, dann schaute ich zurück.
„Sag es einfach, Seraphina“, hauchte er. „Sag die Worte, und er gehört dir.“
Ich sagte nichts. Ich schaute ihn nur an, dann wieder auf seine Erektion. Ich wollte ihn am Haken.
Er machte noch einen Schritt, schloss den letzten Zentimeter, ließ seinen Schwanz in die Mulde meines Schenkels biegen, ein Kratzen an meiner Öffnung.
Warm! Hart! Und pochend.
Die Reaktion stand ihm ins Gesicht geschrieben. Er war am Eingang. Eine leichte Winkeländerung, und er wäre drin.
„Willst du ihn anfassen?“, flüsterte er.
Ich neigte den Kopf zur Seite, legte die Hand auf meine Brust, spielte Schüchternheit, dann senkte ich langsam, quälend langsam, meine rechte Hand.
Seine Augen ließen meine nie los.
Meine Finger schwebten knapp über ihm. Ich spürte seine Haut.
Er zitterte leicht.
Ich beugte mich vor, nur ein winziges Stück, köderte ihn für einen Kuss. Unsere Lippen waren nur einen Faden voneinander entfernt, sein heißer Atem wusch über mich. Ich spürte das Beben, das durch seinen mächtigen Körper lief.
Meine Zunge schnellte hervor, ein langsamer, gezielter Lecker entlang seines Kieferknochens, kostete Salz und Hitze seiner Haut.
Er öffnete den Mund. Das Wasser ließ ihn keuchen. Seine Brust hob sich so stark, dass sie mich zurückdrückte.
Dann schloss sich meine Hand, die geschwebt hatte, um ihn. Mein Griff war fest, fast besitzergreifend, Finger schlossen sich um die dicke, harte Länge.
Er pulsierte. Ich spürte etwas zucken. Ich spürte seine Adern, das Blut pulsieren. Ich spürte ihn heiß. Und dann dehnte er sich direkt unter meinem Griff aus.
Er keuchte, ein kehliger Laut vibrierte durch meine Hand. Er warf den Kopf zurück.
Ich streichelte ihn, eine langsame, bedachte Bewegung, spürte das pulsierende Leben unter meiner Handfläche.
Sein Kopf kam zurück. Er stöhnte. Er schloss kurz die Augen und legte den Kopf auf meinen, da ich kleiner war.
Ich hatte ihn. Die Macht durchströmte mich, berauschend und gefährlich.
Dann, mit einer Lässigkeit, die das tobende Feuer zwischen uns Lügen strafte, ließ ich ihn los. Ich drehte mich um, ging weg, Herz pochte triumphierend. Ich verweigerte mir selbst. Der Schwanz war gewaltig.
Seine Hand schoss hervor, packte meinen Nacken, Finger verkrampften sich in meinem nassen Haar. Er wirbelte mich herum, Griff rau, Augen loderten vor animalischer Wut. Er knurrte, ein tiefer, urtümlicher Laut, und ich schwöre, seine Augen glühten wie ein dunkles, primitives Feuer.
„Ich meinte es ernst, als ich sagte, ich nehme Dinge mit Gewalt, Seraphina“, knurrte er, Stimme vibrierte vor Zorn. „Und ich habe noch nie um etwas gebettelt, weder um Lust, Geld, Ruhm noch sonst was. Aber ich hasse es, wenn ich einen Vorgeschmack kriege und dann die Chance verliere. Provozier mich nicht.“
Nach einigen Sekunden des Starrens, ausgelöst durch Angst, sprach ich. „Oder was?“, forderte ich heraus.
Wir starrten uns an, Auge in Auge.
Langsam ließ er mich los.
Bevor ich das Badezimmer verließ, drehte ich mich zu ihm um und flüsterte: „2:1, mi vida.“