10.

1182 Worte

Tommy Sie saß da, klein und still, als trüge sie das Gewicht der Welt auf ihren Schultern. Ihre Finger waren ineinander verschränkt, so fest, als hielten sie etwas Unsichtbares fest, das sie nicht verlieren durfte. Ich sah, wie angespannt sie war, wie sie atmete, flach und vorsichtig, als müsse sie stark bleiben, koste es, was es wolle. Ich streckte die Hand nach ihr aus. Ganz langsam. Meine Finger strichen über ihre, und sie zog sich nicht zurück. Sie ließ mich ihre Hand nehmen. Und dieses kleine, leise „Ja“ – dieses Einverständnis in der Berührung – fühlte sich an wie ein Versprechen mitten im Chaos. „Emma“, flüsterte ich, kaum hörbar, „du musst das nicht alles allein tragen.“ Ihre Augen hoben sich zu meinen, groß, verletzlich, voller Zweifel und etwas, das ich kaum zu atmen wagte. D

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN