Die Glut sollte nicht glühen. Sie sollte auch nicht flüstern. Aber heute Nacht … tat sie beides. Ich richtete mich auf, Schweiß rann mir kalt über den Nacken. Das Lagerfeuer neben mir war längst erloschen, doch die schwarze Glut – Soluns Gabe – schimmerte mit einem seltsamen Puls in der Dunkelheit. Wie ein Herzschlag. Als hätte sie auf die Stille gewartet. Und dann sprach sie. Nicht laut. Nicht mit Geräuschen. Mit Gedanken. Mit Träumen. „Sturm.“ Ich schluckte. Meine Stimme versagte. „Was willst du?“ „Ich möchte dir zeigen, was verborgen war. Was selbst ich nicht gesehen habe.“ Die Glut flammte auf. Meine Sicht verschwamm. Und dann stand ich woanders. Die Asche fiel wie Schnee. Ein grauer, endloser Himmel über mir. Vor mir ragte ein Berg auf – höher als alles, was ich je gesehen

