Meeting the Boss 2/2

956 Worte
„OH. MEIN. GOTT!“ Ashley und CJ kamen auf sie zugelaufen. „Clara, du siehst ja fantastisch aus! Ich wusste doch, dass du unter all den grauen Anzügen, einen heißen Body versteckt hast!“ Aufgeregt wurde sie von den beiden Mädchen umarmt und gelobt. „Danke Ashley, für dieses... außergewöhnliche Kompliment?“ Clara wusste nicht genau wie sie reagieren sollte. Die Mädchen kreischten euphorisch weiter und ihr Boss, der noch immer den Arm um sie hatte, gluckste. „Albert nicht so lange herum und haltet euch von der Theke fern“, tadelte sie die beiden. „Euer Auftritt beginnt bald und Jessy hat noch nicht so viel Übung.“ „Ja doch, Boss-Bitch...“ Ashley verdrehte übertrieben die Augen und zwinkerte ihr dann zu. „Keine Sorge, Clara. Wir rocken das!“ Wieder jubelten sie auf und trippelten anschließend davon. Clara unterdrückte halbherzig ein stolzes Lächeln. Dann kam plötzlich JJ zu ihnen gesprungen und küsste sie sofort aufgeregt auf die Wangen. Ununterbrochen! „Um Himmels Willen, JJ!“, lachte sie und wurde augenblicklich von ihrem Boss zur Seite gezogen. Dabei brachte sie der Schwung dazu sich unweigerlich an seiner breiten Brust abzustützen. Oh, wow! Fühlt sich gut an... Hier und jetzt zu verleugnen das dieser Mann einen absoluten Adonis Body haben musste, wäre der Betrug des Jahrhunderts! „Tut mir leid, Sweetheart, aber bei dem Anblick kann ich einfach nicht anders!“ JJ hob spitzbübisch die Augenbrauen an und pfiff durch die Lippen. „Hey, Big B!“, begrüßte er sogleich seinen Boss. „JJ“ Die beiden Männer reichten sich die Hände. „Ganz ehrlich, eine bessere Managerin hätten Sie nie finden können. Halten Sie sie gut fest, Mann“, drohte er ihm spielerisch und hob den Finger an. „Nicht, dass sie wieder kündigt, nur weil Sie ihr die Tacos nicht bezahlen wollen!“ Sie lachten beide los. Der aufgeweckte Barkeeper holte sogleich ein Glas Whiskey und eines mit Champagner hervor. Er selbst stieß mit Wasser an. Dann sprang er wieder zu seinem Kollegen und vollführte eine kleine Show vor den weiblichen Gästen. „Fehlt nur noch Carlos...“, schmunzelte Claras Boss in sein Glas hinein. „Carlos hat heute frei“, antwortete sie automatisch und nahm einen groben Schluck aus ihrem Glas. „Ein Verehrer weniger... Was für ein Glück“, raunte er sinnlich. Clara stieg die Hitze in die Wangen. Mit wenigen Worten und Gesten, katapultierte sie dieser Mann zurück in ihre Teenager Tage! Sie gingen ein paar Schritte durch die Menge und Clara wusste nicht was sie tun oder sagen sollte. Dieses gesamte Treffen mit ihrem Boss zog ihr den Boden unter den Füßen fort. Nervosität und ein Hauch von Beklemmung waren seit Eintritt in den Club ihre steten Begleiter. „Alors...“, räusperte sich Clara. „Möchtest du eine Führung durch den Club? Oder-“ „Ich will mit dir tanzen.“ „Was?“ Wortlos nahm er ihr das Glas aus der Hand, stellte es mit seinem hinter sich ab und führte die sich sträubende Clara direkt auf die Tanzfläche. „Oh, nein, bitte nicht! Ich kann in diesen Schuhen kaum laufen!“ Um sie herum hüpften und schlängelten sich die tanzenden Gäste. Ausgelassen und schwungvoll formte die Menge einen beinah undurchdringbaren Dschungel, durch den sie ihr Boss sachte hineinzog. Stets mit einem Grinsen im Gesicht. Plötzlich lag sie in seinen Armen und er drehte sich langsam mit ihr über die Tanzfläche. Es musste aberwitzig aussehen wie sie zusammen im schneckenartigen Discofox, zu dieser furchtbar dröhnenden Techno Musik tanzten, welche sie so verabscheute. „Oh, du weist also wie man Standard tanzt?“, stellte sie unsinnigerweise fest, dabei schielte Clara nach links und rechts, während er sie nach wie vor nicht aus den Augen ließ. Langsam führte er einen ihrer Arme um seinen Nacken herum und sie schluckte. Dennoch wagte sie es noch nicht, in diese unglaublich intensiven blauen Augen zu schauen, in denen sie sich von Sekunde zu Sekunde mehr verlieren konnte. Gebannt von diesem Mann, diesem Schatten, ließ sie ihn alles tun und machen, was er gerade wollte. Nun nahm er auch ihren anderen Arm, führte ihn zu seinem Nacken und streichelte mit seinen Händen sachte über ihre Schultern bevor er Clara wieder um die Taille festhielt. „Ich weiß viel, Clara...“ Sanft streiften seine Finger um ihr Kinn und hoben es an, sodass Clara ihm in die Augen schauen musste. „Viel von dir.“ Ihre Pupillen zogen sich rasend zusammen und auf einmal überkam sie ein kalter Schauer. Schweigend wiegten sie in der Mitte der Tanzfläche umher und der wummernde Bass drang weit in den Hintergrund. Claras Herz pochte immer schneller und lauter in ihrer Brust. Das es ihr nicht schon herausgesprungen war, kam einem Wunder gleich! Seine warme Hand wanderte in streichelnder Bewegung zu ihrer Wange, mit der anderen hielt er sie noch immer um die Taille fest. Konzentriert schaute er ihr nach wie vor in die Augen. Bohrte sich regelrecht in sie hinein und Clara musste sich auf einmal eng an ihm festkrallen. Ansonsten hätten noch ihre Beine nachgegeben. Langsam überquerte er mit ihr in dieser innigen Umarmung die Tanzfläche. „Hab keine Angst vor mir“, wisperte er trotz der ohrenbetäubenden Geräuschkulisse, als wenn er ihren Zwiespalt erahnt hätte. „Ich bin nicht dein Feind.“ „Wer bist du dann?“, fragte sie angespannt. Er legte den Kopf schief und lächelte sie wieder so unverschämt süß an. Wenige Sekunden später beugte er sich runter und legte seine Wange an ihre. Clara hielt augenblicklich die Luft an. „Rowan Blaze...“, flüsterte er ihr ins Ohr und berührte es mit seinen weichen Lippen. „Dein Boss.“
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