Der Pfad, der sie trennt Der Ort, an dem es geschah, war unscheinbar. Eine schmale Schneise im Wald, kaum breiter als ein Bachbett, gesäumt von Steinen, die mit alten Symbolen überzogen waren. Seraphina blieb abrupt stehen, als hätte der Boden unter ihr plötzlich den Atem angehalten. Die Magie hier war anders. Scharf. Trennend. „Hier endet dein Weg“, sagte sie leise. Kael trat neben sie, seine Sinne schlugen sofort Alarm. Die Luft roch metallisch, alt, nach Bann und Opfer. „Das ist eine Schwelle.“ Seraphina nickte. Ihre Kehle war trocken. „Ein alter Zauber. Älter als Zirkel und Rudel. Er lässt keine zwei gebundenen Kräfte gleichzeitig hindurch.“ Kael sah sie an. „Gebunden“, wiederholte er langsam. „Nicht durch Schwur“, sagte sie. „Durch Entscheidung.“ Die Worte trafen sie beide.

