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Blood & Moonfire – Vom Schicksal verbunden

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Sie wurde mit dem kältesten Alpha verheiratet, den es gab. Sie überlebte ihn. Sie floh vor ihm. Heimlich zog sie seine Kinder auf. Drei kleine Seelen mit den silbernen Augen ihres Vaters, die keine Ahnung hatten, wer er war. Sie wollte, dass es so blieb. Doch ihre Kinder verschwanden. Und der einzige Mann, der stark genug ist, sie zu finden, ist der Mann, vor dem sie seit fünf Jahren flieht: Kael Dravenmoor. Alpha-König. Der Mann, der sie als nichts weiter als ein Gefäß bezeichnete und es auch so meinte. Doch das Schicksal hat sich noch nie um ihre Wünsche geschert.

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Kapitel Eins
Verkauft. Das Kleid war weiß. Seraphine Voss hatte es nicht ausgesucht. Auch nicht die Perlenohrstecker in ihrem dunklen Haar oder die kleine Silberkette um ihren Hals, die mit ihrem fast schon grellen Glanz eher wie ein als Schmuck getarnter Gürtel wirkte. Nichts davon hatte sie sich ausgesucht. Sie stand am hohen Fenster der Villa ihres Stiefvaters und beobachtete die schwarzen Geländewagen, die unten durch die eisernen Tore fuhren. Sie atmete. Langsam und bedächtig, so wie sie es seit ihrem neunten Lebensjahr gelernt hatte, seit sie begriffen hatte, dass dieses Haus niemals ein sicherer Ort zum Zusammenbrechen sein würde. Sie sind da. Drei Worte. Viktor hatte nicht von seinem Schreibtisch aufgesehen, um mit ihr zu sprechen. Drei Worte, die ihr Leben zerstört hatten. Das Treffen war nicht so, wie sie es erwartet hatte. Wobei sie sich nicht ganz sicher war, was sie erwartet hatte. Ketten, vielleicht. Ein Verlies. Etwas wie die Geschichten, die sie als Kind in den stillen Ecken der Rudelversammlungen gehört hatte. Der Alpha-König von Dravenmoor. Es klang wie ein Fluch. Wie eine nicht verheilte Wunde. Da war ein Raum. Sauber. Weiß. Kühl und elegant. Ein Tisch. Ein Tisch, der sich über die gesamte Länge des Raumes erstreckte. Männer in dunklen Anzügen, die nach Macht und altem Blut rochen. Und mitten drin … Er. Serapine hatte nur eine Sekunde Zeit, Kael Dravenmoor anzusehen, bevor sie den Blick abwandte, in die Ferne. Eine Sekunde war schon viel zu lang. Er war aus einem Material, das die Welt eigens zum Schneiden geschärft zu haben schien. Er war groß. Dunkles Haar. Seine Kinnlinie war von Gleichgültigkeit geprägt, sein Mund schien vergessen zu haben, was er eigentlich sollte, außer Menschen zu befehligen. Seine Augen, als er sie ansah – nur kurz, beinahe –, hatten die Farbe eines Gewitters kurz vor seinem Ausbruch. Er betrachtete sie, als wäre sie ein Möbelstück. Und dann wandte er den Blick ab. Etwas regte sich in ihr, lautlos. Sie rührte sich nicht. Viktors Worte hallten durch den Raum, glatt und poliert, die Worte eines Mannes, der etwas verkaufen wollte, von dem er längst wusste, dass es die Mühe nicht wert war. „Sie ist die Letzte der Voss-Blutlinie“, sagte Viktor. „Das Blut ihrer Mutter war reines Gestaltwandlerblut. Reiner, als die meisten Rudel dieser Generation von sich behaupten können.“ Viktor machte eine Pause, um seine Worte zu betonen. „Fruchtbar. Gesund. Keine vorherigen Verbindungen.“ Keine vorherigen Verbindungen. Als wäre sie ein Tier mit tadelloser Gesundheit. Serapine blickte starr geradeaus. Sie hatte sich auf der Autofahrt hierher ein Versprechen gegeben: Sie würde nicht betteln. Sie würde nicht weinen. Sie würde verhandeln und überleben, wie immer. Der Beta zu Kaels Rechten, ein breitschultriger Mann mit der Unbewegtheit eines Soldaten, schob eine Mappe über den Tisch. Viktors Hände schienen danach zu greifen, als hätte er eine Ewigkeit darauf gewartet. „Es gibt eine Bedingung“, sagte Serapine. Stille herrschte im Raum. Selbst die Luft schien stillzustehen. Viktor sah sie an, sein Blick war warnend, drohend. Es kümmerte sie nicht. Langsam, als ob sie jedes Recht dazu hätte, wandte Seraphine ihren Blick dem Alpha-König zu. Kael Dravenmoor war wie erstarrt, wie Raubtiere es tun, nicht aus Angst, sondern um ihn zu beobachten. Seine sturmgrauen Augen trafen zum ersten Mal ihre, trafen sie wirklich, und sie spürte es, diese Strömung, die unter ihrer Haut pulsierte. Uralt und namenlos. Ihr Wolf wusste es, bevor sie es wusste. Sie unterdrückte es. „Wenn ich dir einen Sohn schenke“, sagte sie, „werde ich frei sein. Das ist meine Bedingung. Ich werde den Vertrag erfüllen. Ich bitte nur darum, dass ich, wenn es vollbracht ist, freigelassen werde. Friedlich. Vollständig.“ Stille herrschte im Raum. Viktor sah aus, als müsse er sich gleich übergeben. Kael sah sie lange an, sein sturmgrauer Blick glitt über ihr Gesicht mit einem Ausdruck, den man nicht deuten konnte. Wärme. Kühle. Etwas mehr als das. Etwas Beunruhigenderes. Und dann: „Einverstanden.“ Ein Wort. Flach wie ein Stein. Und er unterschrieb. In jener Nacht bezog sie Zimmer im Ostflügel von Schloss Dravenmoor. Sie waren prachtvoll. Hohe Decken, dunkles Holz, hohe Fenster mit Blick auf einen endlosen Wald. Ein Badezimmer, größer als ihr Schlafzimmer auf Viktors Anwesen. Sanftes Licht. Frische Blumen auf einem Schreibtisch, den sie nie benutzen würde. Ein goldener Käfig bleibt ein Käfig. Sie saß in ihrem weißen Kleid auf der Bettkante und verharrte lange regungslos. Ihr Wolf war unruhig, hämmerte in ihrer Brust, getrieben von einer unsichtbaren Kraft zu einem unsichtbaren Ziel. Sie versuchte, das Gefühl zu unterdrücken. Sie hatte vor langer Zeit gelernt, dass die Instinkte ihres Wolfes eine Last waren, eine Last, die sich nach dem sehnte, was ihr schadete, die das liebte, was sie töten würde. Du bist hier, um zu überleben. Du bist hier für einen einzigen Zweck. Und wenn dieser Zweck erfüllt ist, gehst du. Du fühlst nichts mehr. Du willst nichts mehr. Fast hätte sie es geglaubt. Sie sah ihn wieder, ihm gegenüber beim Abendessen. Oder, genauer gesagt, sie saß an einem Ende eines Tisches, groß genug, um ein Auto darauf zu parken, und aß mit Kael, der schweigend aß und die Dokumente studierte, die ihm sein Beta regelmäßig brachte. Er schob Essen auf ihrem Teller hin und her und versuchte, so zu tun, als wäre alles normal. Er sprach kein Wort mit ihr. Nicht ein einziges Mal. Irgendwann während des zweiten Ganges sagte einer seiner Betreuer etwas, woraufhin eine Karte hervorgeholt wurde. Alle versammelten sich auf Kaels Seite des Tisches, und Seraphine wurde so ignoriert, dass sie genauso gut ein Teil der Blumen hätte sein können. Sie versuchte sich einzureden, es sei eine Erleichterung. Und beinahe wäre es ihr gelungen. Doch als sie leise und ohne Vorwarnung aufstand, um zu gehen – niemand sah auf –, war sie nur einen Meter von ihm entfernt und ging geradlinig auf die Tür zu –, geschah es. Sie ging hinter seinen Stuhl. Das war alles. Ein Meter, geradlinig, und irgendetwas veränderte sich. Die Luft, der Raum, irgendetwas veränderte sich. Kaels Hand, die über die Seite des Dokuments vor ihm glitt, hielt inne. Sie spürte es wieder – diese Strömung, diese Strömung erneut, diesmal stärker, ein Sog, als hätte sich die Schwerkraft für einen Moment in seine Richtung verschoben. Ihr Wolf rebellierte, und sie hielt ihn so fest, dass ihr der Atem stockte. Sie ging weiter. Sie blickte nicht zurück. Doch an der Tür, trotz all ihrer inneren Vorsätze, klammerte sich ihre Hand einen Moment lang an den Rahmen – nur einen Augenblick. Gerade lang genug, um es zu spüren. Den Sog. Was ist das?, dachte sie. Sie hatte keine Antwort. Sie war sich nicht einmal sicher, ob sie eine wollte. Später lag sie in der Dunkelheit dieser wunderschönen Räume, starrte an die Decke und grübelte über das Wort „Vereinbarung“. Ein Wort. Mit Tinte unterschrieben. Ein Geschäft. Sie war ein Instrument. Sie wusste es. Sie war diese Vereinbarung mit offenen Augen eingegangen, ihre Bedingungen ausgehandelt, ihr Fluchtweg bereits im Groben geplant – warten, den Vertrag erfüllen, frei gehen. Wunderschön.

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