Selena wachte auf, als Sonnenlicht durch das eisenbewehrte Fenster ihres Zimmers strömte. Sie hatte kaum geschlafen. Ihr Geist war unruhig, erfüllt von Gedanken an Flucht, Frustration und Adrians beunruhigender Präsenz. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten, während sie im übergroßen Bett saß, dessen weiche Laken wenig Trost spendeten. Heute würde sie, so beschloss sie, mehr über dieses Anwesen herausfinden. Wenn sie fliehen wollte, musste sie den Grundriss und die Schwachstellen kennen. Adrian konnte sie nicht für immer einsperren, egal wie selbstgefällig er auch wirkte. Nach einem schnellen Frühstück, das ihr von einem schweigsamen Wächter gebracht wurde, begann Selena ihre Erkundung unter dem Deckmantel des Gehorsams. Sie tat so, als hätte sie ihre Lage akzeptiert, ließ ihre Bewegungen n

