Achtzehn

1249 Words

Das Gästezimmer war in den letzten drei Tagen zu Alex’ selbst auferlegtem Gefängnis geworden. Leere Whiskeyflaschen säumten den Nachttisch, ihr bernsteinfarbener Inhalt längst geleert in einem vergeblichen Versuch, das Bild von Isabellas Gesicht zu verdrängen – so schön, so kalt und so lebendig. Er saß am Rand des ungemachten Bettes, noch immer das zerknitterte Hemd von vor zwei Tagen tragend, das Haar zerzaust, der Kiefer von Stoppeln gesäumt. In seinen zitternden Händen hielt er sein Handy, der Daumen schwebte über dem Bildschirm, während er durch alte Fotos scrollte, von denen er dachte, sie vor Jahren gelöscht zu haben. Da war sie – seine Isabella. Sie lächelte in die Kamera während ihrer Flitterwochen auf den Bahamas, ihre grünen Augen funkelten vor Freude. Ein weiteres Foto zeigte

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