Tage später standen wir auf der hohen, schwarzen Klippe über der Lethe-Furt. Unter uns floss der träge Strom der Seelen durch eine breite, flache Biegung des Flusses. Doch das Wasser war nicht das Einzige, was sich dort bewegte. Ein Meer aus Chaos tobte am Südufer. Kein geordnetes Durcheinander einer Armee, sondern das brodelnde, sinnlose Gedränge eines aufgehetzten Mobs. Hastig einberufene dämonische Milizionäre, bar jeder Bewaffnung, schubsten und stolperten übereinander. Niedere Dämonen, zwangsrekrutiert und mit blechernem Gebrüll, peitschten die Menge voran. Abgesonderte Trupps sterblicher Seelen, von den Rändern des Fegefeuers zusammengetrieben, deren Gesichter nur stumpfe Ergebung zeigten. Eine gewaltige, doch völlig undisziplinierte Horde. Fünfmal so groß wie die Versorgungstruppe

