Der Wald lag in mondhelles Licht getaucht, als Elena sich ein zweites Mal hinauswagte. Ihr Herz klopfte heftig, doch die Sehnsucht nach Antworten brannte stärker als ihre Angst. Seit dem Heulen in der letzten Nacht hatte sie das Gefühl, dass die Schatten sie verfolgten – selbst am helllichten Tag. Diesmal nahm sie einen Umweg, tiefer hinein in das Dickicht. Jeder Schritt ließ die Stille dichter werden, und bald hörte sie wieder dieses Lautlose: keine Vögel, keine Insekten. Nur der Wind, der durch die Äste strich. Dann sah sie es. Eine Lichtung, verborgen hinter dichtem Buschwerk. Elena kniete nieder und schob die Zweige vorsichtig auseinander. Ihr Atem stockte. Dort standen sie – Menschen, und doch nicht. Eine Gruppe von acht Gestalten, barfuß im feuchten Gras, ihre Körper kräftig, ihr

