Kapitel 72

1034 Words

***Alessandro*** Ich saß auf dem Rücksitz meiner Limousine und starrte durch die getönten Gläser meiner Sonnenbrille auf die vorbeiziehende Landschaft. Die Sonne glühte über den Hügeln, doch für mich war das Licht gedämpft, als ob ein Schleier der Dunkelheit über allem lag. Die Fahrt vom Flughafen Catania zu meinem „Zuhause“ war immer eine merkwürdige Angelegenheit. Jedes Mal, wenn ich durch diese Straßen fuhr, kam ich mir wie ein Fremder vor, obwohl ich hier geboren und aufgewachsen war. Nach Hause dachte ich bitter. Was für ein Witz. Für mich war es nichts anderes als ein Gefängnis, ein perfekt durchorganisiertes Gefängnis mit seinen hohen Mauern, den Überwachungskameras und dem Stacheldraht, der sich wie Dornen einer übermächtigen Krone um das gesamte Anwesen zog. Ein Ort, an dem jede

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