Sie fanden Marina eine Stunde später im Salon, sitzend genau dort, wo sie während des Essens gesessen hatte, obwohl ihre Augen jetzt alles im Raum mit einem fast schmerzhaften Hunger verfolgten, eine Frau, die auf einmal wieder lernen musste, wie man in einer Gegenwart existiert, die sich Jahrzehnte ohne sie weitergedreht hat. "Wie lange," fragte sie Nia, ihre Stimme rau vom Nichtgebrauch. "Wie lange ist es tatsächlich gewesen." Nia antwortete nicht sofort, denn sie verstand, während sie das Gesicht der Frau beobachtete, dass jede Zahl, die sie geben würde, etwas in ihr zerbrechen würde, das noch nicht vollständig zerbrochen war. "Lange," sagte sie sanft. "Länger, als keine von uns auf einmal hören möchte." Marinas Hände, aus jahrzehntelanger Gewohnheit im Schoß gefaltet, lösten sich s

