57.

1091 Words

Kapitel 57 Ich kann nicht atmen. Mein Herz hämmert so heftig gegen meine Rippen, dass ich Angst habe, es könnte zerspringen. Meine Finger krallen sich in den Stoff meiner Jacke, während ich Finn ansehe – oder das, was von ihm übrig ist. Seine Augen, einst warm und voller Leben, sind nun kalt wie dunkles Glas. Ich sehe den Schatten darin, etwas, das nicht zu ihm gehört. Etwas, das ihn zerreißt. „Finn“, flüstere ich, meine Stimme bricht. Er zuckt kaum merklich zusammen, als hätte mein Flüstern eine Tür geöffnet, durch die er nicht treten will. „Geh, Ayra.“ Es ist eine Warnung. Eine, die ich nicht ignorieren kann. Aber ich kann nicht gehen. Nicht jetzt. Nicht so. Ich schüttle den Kopf. „Ich bleibe.“ Seine Kiefermuskeln spannen sich an. „Du verstehst es nicht …“ „Dann erklär es mir!

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