Die Straßen von Kreuzberg lagen in tiefer Dunkelheit, nur unterbrochen vom flackernden Licht der Straßenlaternen und dem leisen Prasseln des Regens. Lukas Teufel saß auf dem Beifahrersitz von Hannas altem VW Golf, die Hände in den Taschen, die Fäuste geballt. Sein Atem ging ruhig, aber sein Herz schlug schnell – nicht aus Angst, sondern aus Vorfreude. Nach den Angriffen auf die WG und den Unterschlupf in Prenzlauer Berg war es Zeit, zurückzuschlagen. Die X-Gruppe hatte sie gejagt, aber jetzt waren sie die Jäger. Hanna Sturm lenkte den Wagen, ihre Hände fest am Steuer, die Miene konzentriert. Ihre Dienstwaffe lag griffbereit auf dem Schoß, und ihre Augen huschten immer wieder zu den Seitenspiegeln. „Das ist Wahnsinn“, murmelte sie, mehr zu sich selbst als zu den anderen. „Mitten in der Nac

