Kapitel 18: Schatten über Hamburg

1431 Words

Die kleine Wohnung in Prenzlauer Berg war ein Zufluchtsort inmitten des Sturms, doch die Stille war trügerisch. Lukas Teufel saß auf dem Sofa, die Boxhandschuhe neben sich, ein Bier in der Hand. Sein Körper war ein Schlachtfeld – blaue Flecken, Schrammen, ein dumpfer Schmerz in den Rippen –, aber sein Grinsen war ungebrochen, ein Zeichen seines sturen Optimismus. Anna lag auf einer Matratze in der Ecke, eingewickelt in eine Decke, ihre Atemzüge ruhig, aber schwach. Die Rettung aus Mitte hatte sie alle an ihre Grenzen gebracht, und doch war es nur der Anfang. Hanna Sturm saß am Küchentisch, einen Verband um den Arm, eine Tasse Kaffee vor sich. Ihre Augen waren rot vor Müdigkeit, aber sie blätterte durch die gestohlenen Papiere, ihre Finger zitterten leicht. „Hamburg“, murmelte sie und sah

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