Die WG in Berlin-Mitte lag in einem unruhigen Schweigen, als Lukas Teufel die Tür hinter sich ins Schloss zog. Es war später Nachmittag, die Sonne hing tief über den Dächern, und sein Körper fühlte sich an, als wäre er durch einen Fleischwolf gedreht worden. Die Schlägerei in Neukölln – Jonas Berg, seine Schlägerkumpels, Klara Rauchs eiserne Präzision und Hannas plötzliches Auftauchen – hatte Spuren hinterlassen. Seine Rippen schmerzten bei jedem Atemzug, und ein dumpfer Schmerz pochte in seinem Kiefer, wo ein Faustschlag ihn getroffen hatte. Doch sein Grinsen war ungebrochen, als er den Rucksack auf den Boden warf und sich auf das Sofa im Wohnzimmer fallen ließ. Mia Sommer kam aus der Küche gestürmt, eine Schüssel Popcorn in den Händen, die Augen weit aufgerissen. „Heilige Scheiße, Lukas

