Christine zuckte nur mit den Schultern. „Mir ist das auch egal. Ich möchte einfach nicht mehr, dass ihr euch streitet, okay? Wir müssen die ganze Fahrt im Auto zusammen sein, da will ich keine schlechte Stimmung haben. Geht das?“
„Das ist mir klar, aber ich werde einfach nicht schlau aus ihr. Ich bin immer noch der Meinung, dass etwas mit ihr nicht ganz stimmt, so wie sie sich in letzter Zeit verhalten hat, meinst du nicht auch?“
„Michael, sie kommt aus anderen Verhältnissen. Ihre Familie ist reich, und ihr Vater ist mein Chef. Wir müssen einfach akzeptieren, dass sie etwas anders tickt als wir. Aber ich denke, das bekommen wir hin, oder?“
Endlich stieg auch Maria aus dem Auto. Die beiden Frauen eilten zielsicher zu einem nahegelegenen Badezimmer, wo sie sich schnell frischmachen konnten. Gerade, als sie sich auf den Weg machen wollten, klingelte Marias Telefon erneut. Mit einem geschickten Schritt blieb sie etwas im Hintergrund, genug, um sicherzustellen, dass niemand ihr Gespräch belauschen konnte.
Einmal erfrischt begannen sie langsam, den Yosemite Park zu erkunden. Über ihnen ragten majestätische Felsen empor, und die Luft war erfüllt vom Duft der Kiefern und einer erfrischenden Brise. Michael wies auf einen Pfad, der zu einem malerischen Wasserfall führte. "Schaut mal, dort drüben ist der Bridalveil Fall. Einer der berühmtesten Wasserfälle hier im Park."
Christine war fasziniert von der Naturschönheit. "Das sieht wirklich atemberaubend aus! Und was ist das da hinten?" Sie deutete auf eine imposante Felsformation in der Ferne.
"Das ist der El Capitan, ein beliebter Ort für Kletterer. Ein wirklich beeindruckender Anblick, oder?" Maria, die zu ihnen gestoßen war, nachdem sie ihr Telefonat beendet hatte, betrachtete den majestätischen Felsen und war fasziniert?
Entschlossen, sich die Gischt des Wasserfalls um die Gesichter wehen zu lassen, entschieden sie sich, zum Bridalveil Fall zu gehen. Das Rauschen des Wassers und die frische Luft belebten ihre Sinne.
"Dieser Ort ist wirklich voller Wunder", bemerkte Christine, während sie die Szenerie auf sich wirken ließ.
Michael schlug vor: "Lasst uns weitergehen und noch mehr entdecken. Vielleicht stoßen wir auf weitere versteckte Schönheiten dieses Parks!" Gespannt darauf, was der Yosemite Park noch zu bieten hatte, machten sie sich auf den Weg, bereit für weitere Entdeckungen.
Leidenschaftlich erkundeten sie die Wanderwege, die sich durch die üppige Natur schlängelten. Die Sonnenstrahlen durchdrangen das Blätterdach der Bäume und warfen ein zauberhaftes Spiel aus Licht und Schatten auf den Pfad.
Während sie voranschritten, trafen sie auf andere Besucher, die ebenso wie sie die Schönheit des Parks genossen. Einige Familien hatten Picknicks auf den grünen Wiesen aufgeschlagen, während andere Wanderer mit großen Rucksäcken auf dem Rücken die Herausforderung der längeren Routen annahmen.
"Schaut mal, dort ist der Yosemite Falls Trail", rief Michael und zeigte auf einen schmalen Pfad, der sich steil den Berg hinaufwand. "Der führt zu einem der höchsten Wasserfälle Nordamerikas."
"Ich wäre auf jeden Fall dafür, diesen Weg zu erkunden!", sagte Christine aufgeregt. "Das klingt nach einem Abenteuer!"
Sie begannen den steilen Anstieg des Pfades, überquerten Bäche und die Geräusche der Natur umgaben sie in einer friedvollen Symphonie. Der Blick auf die atemberaubende Landschaft ließ sie innehalten und ihre Herzen mit Freude erfüllen.
Nach einer Weile erreichten sie einen Aussichtspunkt, von dem aus sie einen spektakulären Blick auf die majestätischen Yosemite Falls hatten. Das tobende Wasser stürzte in die Tiefe, ein Naturschauspiel, das sie sprachlos machte.
"Das ist unglaublich", flüsterte Maria, während sie den Anblick der imposanten Wasserfälle genoss.
Gemeinsam verweilten sie eine Weile, um die Schönheit dieses spektakulären Ortes in sich aufzusaugen.
In einem nahegelegenen Restaurant ließen sie sich nieder, um etwas zu essen. Die Atmosphäre voller Gespräche und der Duft von frisch zubereitetem Essen umschwirrten sie. Ihre Gesichter strahlten vor Zufriedenheit und die Unterhaltung war von der Energie des Parks belebt.
Gestärkt und erfüllt von den Erlebnissen machten sie sich schließlich auf den Weg zurück zum Auto. Die Sonne neigte sich langsam dem Horizont zu, tauchte den Park in warmes Abendlicht. Es war Zeit, sich wieder auf die Straße zu begeben.
Sie setzten sich in das Auto, welches für sie schon fast wie ein zweites Zuhause geworden war. Der Yosemite Park mochte hinter ihnen liegen, doch die Erinnerungen an die majestätischen Wasserfälle, die imposanten Felsen und die unberührte Natur würden noch lange in ihren Köpfen nachhallen.
"Los geht's", sagte Michael und startete den Motor. Die Fahrt würde weitergehen, begleitet von den Erinnerungen an diesen zauberhaften Ort, den sie soeben erkundet hatten. Mit Vorfreude auf das, was sie auf ihrer Reise noch alles erleben würden, fuhren sie weiter, bereit für das nächste Abenteuer.
"Danke, das habe ich wirklich gebraucht", sagte Christine und drückte Michael einen Kuss auf die Wange. „Ist alles in Ordnung, oder spielen deine Hormone gerade verrückt?“, fragte Michael belustigt.
Maria konnte sich vor Lachen kaum zurückhalten, als sie die Szene beobachtete. „Si, auch ich möchte mich bedanken. Ich habe noch nie so etwas Schönes gesehen.“
Michael schaute verblüfft. Hatte er das richtig aufgefasst? Hatte sie sich jetzt wirklich bei ihm bedankt? Er nickte ihr kurz zu und lächelte, woraufhin sie ihm zuzwinkerte. Schnell richtete er seinen Blick wieder auf die Straße, nicht nur, um sich auf das Verkehrsgeschehen zu konzentrieren, sondern auch, um ihren Blick zu vermeiden. Er wusste nicht, wie er mit der Situation umgehen sollte. Er befand sich erneut in der gleichen Zwickmühle wie in dem Restaurant in Kalifornien, als er aus Trost ihre Hand ergriff und spürte, dass er wohl doch mehr für sie empfand, als er sich eingestehen wollte.
Michael, obwohl von Marias Anziehungskraft fasziniert, konnte nicht leugnen, dass seine Gedanken immer wieder zu Christine wanderten. Es war Christine, die ihm gegenüber offen und vertraut war, deren Anwesenheit sein Herz beruhigte und ihm ein Gefühl von zuhause gab. Er wusste, dass er in Christine verliebt war, aber gleichzeitig verwirrten ihn die starken Gefühle, die Maria in ihm auslöste.
Die inneren Konflikte quälten ihn, denn er wollte Christine nicht verletzen, und doch zog ihn Maria auf eine unerklärliche Weise an. Er kämpfte mit diesen widersprüchlichen Gefühlen, die sein Herz in zwei Richtungen zerrissen. Trotz allem hielt er an seinem Versprechen fest, sich zusammenzureißen, um Christine nicht zu enttäuschen. Sein Herz war jedoch eine Baustelle der Verwirrung und der ungelösten Emotionen, ein ständiger Kampf zwischen der Liebe, die er für Christine empfand und der mysteriösen Anziehungskraft, die Maria auf ihn ausübte. Und er glaubte, dass sie es wusste.
Plötzlich bemerkten sie, dass ein Auto hinter ihnen herfuhr und in verdächtig geringem Abstand blieb. Michaels Augen verengten sich leicht, während er durch den Rückspiegel spähte und die ungewöhnliche Nähe des Fahrzeugs bemerkte. Ein beklemmendes Gefühl breitete sich in ihm aus.
„Ist das normal?“, fragte Christine, die die Anspannung in Michaels Gesicht bemerkte.
„Nein, das ist es nicht“, antwortete er, seine Augen aufmerksam auf die Straße gerichtet. Sein Herz begann schneller zu schlagen, während er versuchte, ruhig zu bleiben. „Haltet euch fest, ich werde versuchen, sie abzuschütteln.“
Michael beschleunigte, versuchte, den Abstand zwischen ihnen und dem verfolgenden Auto zu vergrößern. Doch das andere Fahrzeug blieb hartnäckig an ihnen dran. Die Straße war ziemlich leer, was seine Nervosität verstärkte.
„Was machen wir jetzt?“, fragte Maria, deren Stimme leicht zitterte.
„Versucht ruhig zu bleiben“, ermahnte Michael, während er die Straßenverhältnisse und mögliche Ausweichmanöver im Auge behielt. Doch das Verfolgerauto blieb hartnäckig an ihnen dran, was Michaels Unruhe nur verstärkte.
Plötzlich nahm er eine Abzweigung auf eine belebtere Straße, in der Hoffnung, Unterstützung zu finden oder das andere Auto abzuschütteln. Doch das Fahrzeug folgte ihnen unbeirrt.
Die Spannung im Auto war greifbar, als Michael nach Möglichkeiten suchte, dieser beunruhigenden Situation zu entkommen. Er spürte, wie sich die Muskeln in seinem Körper anspannten, während er nach einer Lösung suchte, um sie aus dieser gefährlichen Lage zu befreien.
Nach einer angespannten Verfolgung bogen plötzlich die Scheinwerfer des anderen Autos ab, verschwanden um die nächste Ecke. Ein erleichtertes Seufzen entwich den Insassen des Wagens, als sie sahen, wie sich das Fahrzeug entfernte.
„Endlich“, sagte Michael, doch seine Miene blieb ernst. „Lasst uns sicherheitshalber noch eine Weile diese Strecke beibehalten.“
Die Nervosität im Auto ließ langsam nach, aber die Anspannung blieb spürbar. Sie fuhren weiter, vorsichtig darauf bedacht, ob das andere Fahrzeug zurückkehren könnte.
„Was war das denn?“, fragte Christine, während sie sich etwas beruhigte.
„Ich weiß es nicht“, antwortete Michael, seine Gedanken rasend. „Aber wir sollten vielleicht die Polizei darüber informieren.“
„Das war echt gruselig“, murmelte Maria, während sie sich langsam wieder beruhigte.
"Michael, denkst du bitte daran, dass ich schwanger bin!", rief Christine, ihre Stimme von Besorgnis erfüllt, als das Auto beschleunigte und dahinraste.
"Oh Gott, tut mir leid, ich war abgelenkt", antwortete Michael, als er sofort vom Gas ging und den Blick auf die Straße richtete. "Entschuldige, das hätte nicht passieren dürfen.“ Christine atmete tief durch, versuchte, ihre Angst zu kontrollieren. "Es ist nur ... es ist wichtig, dass wir vorsichtig sind, okay? Ich mache mir Sorgen um das Baby."
"Natürlich, du hast recht.“ versicherte er ihr, während er die Geschwindigkeit weiter reduzierte und besorgt zu Christine sah. „Ich will nicht, dass du dir Sorgen machen musst. Willst du einen Arzt aufsuchen? Nur um sicher zu sein, dass alles in Ordnung ist?"
Christine überlegte laut. "Ich denke, das wäre eine gute Idee. Ich habe eine Versicherung abgeschlossen, für alle Fälle. Es wäre dumm, sie nicht zu nutzen."
Nach einer kurzen Weiterfahrt machten sie Halt bei einem Internetcafé, um einen Gynäkologen in der Nähe ausfindig zu machen. Als sie nachdenklich das Ergebnis betrachtete, wandte sie sich an Michael. "Ich will die Weiterfahrt nicht aufhalten, Mike. Meinst du, das ist so eine gute Idee?"
Michael legte eine Hand auf ihre Schulter und sah sie einfühlsam an. "Christine, die Gesundheit von dir und dem Baby ist wichtig. Wenn du dir Sorgen machst, dann sollten wir sicherstellen, dass alles in Ordnung ist. Es dauert nicht lange, ich werde sicherstellen, dass wir nicht zu viel Zeit verlieren. Wir wollen doch sicher sein, oder?"
Er lächelte sanft, um sie zu beruhigen. „Alles wird gut, versprochen. Lass uns das schnell erledigen und dann setzen wir unsere Fahrt fort.“
„Da können wir weiterfahren und verlieren nicht ganz so viel Zeit. Ich rufe da gleich an und erkläre die Situation“, schlug Christine vor, nachdem sie eine Klinik in der nächsten Stadt gefunden hatte, zu der sie wollten.
„Okay, dann machen wir das so!“, antwortete Michael zustimmend.
Christine wählte die Nummer der Klinik und erklärte am Telefon die Situation, während Michael mit Maria zurück zum Auto ging. Sie vereinbarte einen Termin und erhielt die Bestätigung, dass sie schnell dran sein würde.
„Sie haben gesagt, wir sollen gleich vorbeikommen. Es dauert nicht lange, Mike“, informierte Christine, als sie das Telefonat beendete.
Michael nickte und lächelte beruhigend. „Gut, lass uns hinfahren. Alles wird gut.“