KAPITEL NEUNUNDSECHS Irina Ich wurde sofort nach meiner Rettung durch Michail zu Dimitris Anwesen gebracht. Die Autofahrt schien endlos. Meine Gedanken rasten vor Sorge. Wo war Dimitri? War er in Sicherheit? Was hatte Alexei ihm angetan? Meine Hände zitterten in meinem Schoß. Ich konnte das Zittern nicht unterdrücken. Jede Unebenheit der Straße ließ mein Herz rasen. Jede Kurve machte mich nervös. Ich ließ alles Geschehene immer wieder Revue passieren. Die Hochzeit. Alexeis Gesicht. Die Drohungen. Die Angst war erdrückend. Sie hatte mich völlig vereinnahmt. Als wir ankamen, halfen mir Wachen vorsichtig aus dem Auto. Ihre Hände waren behutsam. Ihre Stimmen waren sanft und beruhigend. „Keine Sorge, junge Dame“, sagte eine Wache freundlich. „Der Chef wird Sie gleich abholen.“ Ich ni

