KAPITEL SIEBENUNDDREISSIG Irinas Sicht Meine Hände zitterten. Ich saß auf dem Beifahrersitz von Alexeis Auto. Mein ganzer Körper bebte. Alexei fuhr. Er umklammerte das Lenkrad so fest, dass seine Knöchel weiß waren. Er fuhr viel zu schnell. Viel zu schnell. Der Wind pfiff durch das offene Fenster. Er war kalt und rau und trieb mir die Tränen in die Augen. Oder weinte ich schon? Ich wusste es nicht mehr. Mir war übel. Ich wollte mich übergeben. Aber ich durfte nicht daran denken. Denn Dimitri lebte. Dimitri lebte! Ich hatte ihn gerade gesehen, ihn berührt und seine Stimme gehört. Er war schwer verletzt, abgemagert und abgemagert. Seine Kleidung war zerfetzt, sein Bart struppig und ungepflegt. Aber er lebte. Und er erkannte mich nicht. Er sah mich an, als wäre ich eine Fremd

