KAPITEL FÜNFUNDDREISSIG Irinas Sicht Ich wurde absichtlich schwierig. Jeden Tag machte ich Alexei das Leben zur Hölle. Ich ließ ihn mich nicht berühren. Ich stieß ihn weg, sobald er mir zu nahe kam. Nachts schloss ich meine Schlafzimmertür ab und schob Möbel dagegen. „Du benimmst dich kindisch“, sagte Alexei eines Morgens, als er versuchte, in mein Zimmer zu kommen, die Tür aber versperrt war. „Ist mir egal“, sagte ich von der anderen Seite. Dann fing ich an, unmögliche Forderungen zu stellen. Ich wurde zum Frühstück gerufen, rührte es aber nicht an. „Ich esse nur, was du selbst kochst“, sagte ich ihm am Esstisch. „Und du musst es mir aufs Zimmer bringen.“ Alexei starrte mich an. Ich konnte seinen Zorn selbst durch seine grünen Augen spüren. „Was?“ „Du hast mich schon verstande

