KAPITEL EINUNDZWANZIG Irinas Sicht „Zieh dich aus“, sagte er erneut und packte den Saum meines Kleides. „Jetzt!“ Seine Stimme hallte von den Wänden wider. Ich erstarrte. Das hatte ich nicht erwartet. Das war nicht Teil des Plans. „Alexei, bitte …“, meine Stimme versagte. „Ich sagte jetzt!“, seine Stimme war scharf und kalt. Meine Hände zitterten, als ich nach dem Stoff griff. Tränen verschwammen vor meinen Augen. Was hatte ich getan? Welchen schrecklichen Fehler hatte ich begangen? Langsam zog ich das Kleid über meine Schultern. Die Seide fiel mir zu Füßen. Ich stand da, nur in Unterwäsche. Sofort verschränkte ich die Arme vor der Brust, um mich zu bedecken. Gott sei Dank trug ich BH und Höschen. Wäre ich ganz nackt gewesen, wäre ich vor Scham gestorben. Tränen rannen mir über

